Titelaufnahme

Titel
Die römische Importkeramik vom suburbanen Tempelbezirk bei St. Michael am Zollfeld / vorgelegt von Verena Laura Zabukovec
Verfasser/ VerfasserinZabukovec, Verena Laura
Begutachter / BegutachterinScherrer, Peter
Erschienen2013
Umfang[370] Bl. : Zsfassung (2 Bl.) ; zahlr. Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Zollfeld / Römerzeit / Funde / Zollfeld / Römerzeit / Funde / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-57234 Persistent Identifier (URN)
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Die römische Importkeramik vom suburbanen Tempelbezirk bei St. Michael am Zollfeld [35.72 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Diplomarbeit beschäftigt sich mit der importierten Keramik vom Tempelbezirk bei St. Michael am Zollfeld. Sie ist großteils in das 1. Jh. und das beginnende 2. Jh. n.Chr. zu datieren. Bei den vorgängerbauzeitlichen Schichten fiel auf, dass die Funde augusteischer Zeit sämtlich residual sind. Was die Nutzungszeit der Bauten betrifft, kann aufgrund der großen Menge Tardo-Padana und grauer Feinware mit schwarzem Überzug die Zeit nach der Mitte des 1. Jh.s n.Chr. postuliert werden. Die Untersuchung der Planierschichten ergab, dass der gesamte Bereich einheitlich aufplaniert wurde. Die Tardo-Padana und die graue Feinware mit schwarzem Überzug stellen auch in der Planierung den größten Anteil. Damit stammen die meisten Funde aus claudischer bis hadrianischer Zeit. Es war mithilfe des Fundmaterials weder möglich, den Beginn des Tempelbaus zeitlich festzumachen, noch die Nutzungszeit des Tempelbezirks zu ermitteln. Keine nutzungszeitlichen Schichten haben sich erhalten. Das Material im Humus entsprach im Wesentlichen jenem der vorgängerbau- und tempelbauzeitlichen Schichten, was das Ausmaß der Störungen verdeutlicht, durch die Material aus den unteren Schichten nach oben befördert wurde. Importkeramik des 4. Jh.s fehlte völlig, das Spektrum reicht aber im Humus bis ins 3. Jh. n.Chr., was darauf schließen lässt, dass irgendwann im Laufe des 3. Jh.s die Aktivitäten im Bereich des Tempelbezirks nachließen und schließlich endeten. Augusteische Funde lassen erste Begehungen in diesem Gebiet bereits um die Zeitenwende annehmen. Das Abtragen der Vorgängerbauten, die Einplanierung des Geländes und die Errichtung von Tempel und umgebenden Portiken wird in hadrianischer Zeit angenommen, da der Großteil des Fundmaterials vorhadrianisch ist. Zurzeit muss davon ausgegangen werden, dass der Tempel im Laufe des 3. Jh.s n.Chr. aufgegeben und vielleicht zerstört wurde. Spätere Aktivitäten auf dem Gelände sind nicht nachweisbar.

Zusammenfassung (Englisch)

The thesis focuses on the imported pottery from the temple district of St. Michael am Zollfeld. The pottery mainly belongs to the 1st and beginning 2nd century. Augustan finds from the layers pertaining to previous buildings are residual. Due to the large amount of Tardo-Padana and grey fine ware the time of use of these buildings can be placed after the middle of the 1st century AD. The whole area was uniformly levelled and the material used for this levelling again contained mostly Tardo-Padana and grey black-slipped fine ware. Therefore most finds stem from the time from emperors Claudius to Hadrian. It was not possible to determine when construction work on the temple began or for how long the building was in use, since no layers from that time were preserved. The topsoil did not contain any finds from the 4th century, but pottery from the 3rd century suggests that all activities in the area of the temple district decreased and finally ended altogether sometime during the 3rd century. Augustan finds, however, indicate the commencement of activities around that much earlier time. The demolition of the previous buildings, the levelling of the area and the construction of the temple and the surrounding porticos is believed to have happened during the time of Emperor Hadrian, since most finds predate his reign. For the time being it has to be assumed that the temple was abandoned and probably destroyed in the course of the 3rd century. Later activities in the area cannot be traced.