Titelaufnahme

Titel
Auswirkungen des Wegfalls der ErbSt auf die Beteiligungsstrukturen in Familienunternehmen : eine empirische Analyse des Generationenwechsels österreichischer und deutscher Familienunternehmen / Maria Sophie Erkinger
Verfasser/ VerfasserinErkinger, Maria Sophie
Begutachter / BegutachterinNiemann, Rainer
Erschienen2013
UmfangXIII, 66 Bl. : Zsfasssung (2 Bl.) ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Deutschland / Familienbetrieb / Erbschaftsteuer / Österreich / Deutschland / Familienbetrieb / Erbschaftsteuer / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-57216 Persistent Identifier (URN)
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Auswirkungen des Wegfalls der ErbSt auf die Beteiligungsstrukturen in Familienunternehmen [0.92 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Masterarbeit erörtert die Auswirkungen des Wegfalls der Erbschafts- und Schenkungssteuer (ErbSt) auf die Beteiligungsstrukturen von Familienunternehmen (FU).Eine Stichprobe österreichischer FU (der AMADEUS-Datenbank entnommen) wird dahingehend ausgewertet, ob die Abschaffung der ErbSt einen Anstieg familieninterner Übergaben zur Folge hat. Ebenso wird untersucht, ob seltener an Privatstiftungen übergeben wird. Ersteres wird aufgrund der mit dem Wegfall der Steuer einhergehenden finanziellen Erleichterung vermutet. Die zweite Annahme resultiert aus der relativen Schlechterstellung des Konstrukts "Privatstiftung".Zusätzlich zur österreichischen Stichprobe wird eine deutsche Kontrollgruppe in gleicher Weise ausgewertet. Dies ermöglicht den Vergleich des Verhaltens von Unternehmen eines Landes mit einschneidenden Gesetzesänderungen (Österreich) mit jenem ohne tiefgreifende Anpassungen der Rechtslage (Deutschland). Für Deutschland wird mangels legislativer Eingriffe für alle Beobachtungsjahre ein konstantes Übergabeverhalten prognostiziert.Ferner wird untersucht, ob Familienunternehmen mit gewissen Eigenschaften sensibler auf die Abschaffung der ErbSt reagieren als andere. Dabei wird auf zwei Aspekte abgestellt: Größengruppen und Wirtschaftszweige.Es wird vermutet, dass Kleinst- und Kleinunternehmen weniger stark auf die Abschaffung der ErbSt reagieren als mittlere und große Unternehmen, da Erstgenannte bei einer Betriebsübertragung ohnehin mit der Freigrenze ihr Auslangen fanden.Des Weiteren wird geprüft, ob es Wirtschaftszweige gibt, die sensibler auf den Wegfall der ErbSt reagieren als andere.Ergebnis der Analyse ist, dass kein Zusammenhang zwischen dem Wegfall der ErbSt und den familieninternen Übertragungen besteht. Die Auswirkung auf Privatstiftungen als Beteiligte wird jedoch bejaht. Weder die unterschiedlichen Größenklassen reagieren wie erwartet noch spricht ein Wirtschaftszweig in nennenswerter Weise auf die Gesetzesänderung an.

Zusammenfassung (Englisch)

In this thesis, the effects of the abolishment of the ErbSt on corporate ownership structures of family businesses are discussed. A sample of Austrian family businesses (the AMADEUS ? Datenbank serves as data base) is analysed to show if there are more business transfers within the family and less private foundations after the abolishment of the law. These hypotheses are deduced from the financial relief and the relative worsening of the positioning of private foundations (associated with the abolishment of the law).In addition to the Austrian sample, a German reference group is examined in an identical way. In this way the behaviour of entrepreneurs in a country which experienced major changes of law (Austria) can be compared with that of a country without drastic legal interventions (Germany).For the German enterprises a continuous number of transfers is predicted over the observation period for lack of intervention in the legal situation.Furthermore, it is tested if there are family businesses with certain characteristics which show a stronger reaction on the abolishment of the ErbSt than others do. For that reason two criteria, namely "enterprise size" and "economic activities", are applied.It is assumed that micro and small enterprises are less responsive to the abolishment of the law than medium-sized and big businesses, because they did not suffer from tax liability due to the exemption limit.The economic activities of family businesses are examined if there are certain branches or even sectors which respond stronger to the change of the legal situation than others. The empirical analysis shows that there is no connection between family business transfers and the abolishment of the ErbSt; however, the effect on private foundations is supported by the analysis. Family businesses of different sizes do not react as expected. There is also no significant impact of the abolishment of the ErbSt on businesses of different branches.