Titelaufnahme

Titel
Kinder: Lust oder Last? : Effekte von Kindern auf das persönliche Wohlbefinden der Eltern / Bernhard Edwin Riederer
Verfasser/ VerfasserinRiederer, Bernhard Edwin
Begutachter / BegutachterinHaller, Max ; Verwiebe, Roland
Erschienen2013
UmfangXIII, 526 Bl. : 2 Zsfassungen ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Kind / Eltern / Wohlbefinden / Kind / Eltern / Wohlbefinden / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-57173 Persistent Identifier (URN)
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Kinder: Lust oder Last? [7.74 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Vor dem Hintergrund öffentlicher wie wissenschaftlicher Debatten um geringe Geburtenraten und Probleme der Vereinbarkeit von Familie und Beruf untersucht die Arbeit den Zusammenhang zwischen Kindern und dem persönlichen Wohlbefinden. Die Ansicht, dass Kinder positiv zum Leben beitragen, ist weit verbreitet. Dennoch kommt die Forschung zum Schluss, dass Kinder nicht besonders wichtig für das Wohlbefinden wären. Kinder würden sich in modernen westlichen Gesellschaften ? wenn überhaupt ? sogar negativ darauf auswirken. Eine genauere Betrachtung des Forschungsstandes zeigt jedoch, dass einige Untersuchungen positive und andere negative Effekte von Kindern berichten. Um zur Erklärung der Variation in den bisherigen empirischen Befunden beizutragen, werden in Anlehnung an die sozialökologische Theorie im Rahmen eines Mehrebenenansatzes zentrale Faktoren auf Individual-, Paar- und Gesellschaftsebene diskutiert, die den Zusammenhang zwischen Kindern und dem Wohlbefinden modifizieren könnten. Die in der Diskussion gewonnenen Hypothesen werden anhand der Daten der Europäischen Wertestudie 2008/2009 (Individualdaten von kinderlosen Personen und Eltern aus 30 Nationen) und des Projekts Familienarbeit 2006 (Paardaten von Eltern aus drei Nationen) einer empirischen Prüfung in Mehrebenen- und in Strukturgleichungsmodellen unterzogen. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass sowohl individuelle als auch kontextuelle Faktoren den Effekt von Kindern auf das Wohlbefinden systematisch beeinflussen. Dazu zählen auf Individualebene vor allem das Alter (als Indikator für den Lebensabschnitt) und der Partnerschaftsstatus einer Person. Auf gesellschaftlicher Ebene sind in erster Linie durch den Wohlfahrtsstaat geprägte Kinderbetreuungsarrangements und innerhalb einer Nation dominierende Wertvorstellungen relevant. Wichtig erscheint zudem der Befund, dass sich Belastungen durch Kinder, die zunächst die Frau betreffen, über die Beziehung auch auf den Mann auswirken.

Zusammenfassung (Englisch)

Against the background of numerous public and academic debates on declining birth-rates and problems of reconciling professional work and family life, the present research addresses the association between children and subjective well-being. Most people believe that parenthood should make us happy. Notwithstanding, happiness research suggests that children are not important for the well-being of people living in contemporary western societies: Children might at most have a slightly negative effect on parental well-being. However, a closer look at existing research reveals that some studies report positive effects of parenthood on subjective well-being while other studies report negative effects. The present research aims at contributing to the explanation of this variation in children?s effects. Therefore, in line with social ecological theory, we identify several factors on individual level, couple or family level, and societal level that might affect the association between children and subjective well-being. The respective hypotheses are proved by means of multilevel modeling and structural equation modeling using individual data from 30 countries participating in the European Value Study 2008/09 and couple data from a project covering three countries (Austria, Germany, and Switzerland). Results illustrate that both, factors on individual level as well as factors on societal level moderate the association between children and subjective well-being. On individual level, among other factors, the stage in one?s life (age) and partnership status proved to be relevant. On societal level, the welfare state based childcare system and dominant family values seem to be most important. In addition, individual level factors and processes on couple level mediate the association between children and subjective well-being. For example, the strain resulting from childcare that women feel indirectly affects men?s subjective well-being via relationship conflict perceived by men.