Titelaufnahme

Titel
Cooperation and social preferences : experimental evidence on power, social norms and reciprocity / Jürgen Fleiß
Verfasser/ VerfasserinFleiss, Jürgen
Begutachter / BegutachterinLeopold-Wildburger, Ulrike ; Prisching, Manfred
Erschienen2013
UmfangVII, 164 S. : 2 Zsfassungen ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
Anmerkung
Zsfassung in dt. Sprache
SpracheEnglisch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Kooperation / Wirtschaft / Kooperation / Wirtschaft / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-57124 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Cooperation and social preferences [4.19 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Warum Kooperation in verschiedenen Situationen erfolgreich entsteht oder scheitert ist eine der wichtigsten Fragen in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Zentral für die Beantwortung dieser Fragen sind unsere Theorien über das Handeln der beteiligten Akteure. Hier kam es in den letzten Jahrzehnten zu einer Entwicklung weg von ausschließlich selbstinteressierten und nutzenmaximierenden Akteuren hin zu Akteuren mit sozialen Präferenzen, welche auch die Auswirkungen des Handelns auf andere miteinbeziehen. In einem einleitenden Kapitel werden zunächst Entwicklung und Bedeutung dieser sozialen Präferenzen erörtert. Danach werden die Ergebnisse aus drei Laborexperimenten präsentiert, in denen verschiedene Aspekte sozialer Präferenzen untersucht werden. Studie 1 beschäftigt sich mit Kooperation bei der Produktion eines öffentlichen Gutes. Dabei wird untersucht, ob zentralisierte Entscheidungsmacht Kooperation fördert, ob diese akzeptiert und ob diese auch missbraucht wird. Es zeigt sich, dass zentralisierte Entscheidungsmacht gegenüber freiwilliger Beitragswahl bevorzugt wird und Kooperation erfolgreich fördert. Studie 2 untersucht die Akzeptanz von Gleichheits- und Leistungsnormen im Ultimatumspiel. Es zeigt sich, dass Leistungsnormen sowohl von jenen akzeptiert werden, die von ihnen profitieren, wie auch von denen, deren Auszahlung durch Befolgung einer Leistungsnorm verringert wird. Zudem werden die Auswirkungen der individuellen Akzeptanz verschiedener Normen auf die daraus resultierenden Auszahlungsverteilungen untersucht. In Studie 3 wird eine Definition von Reziprozität als Veränderung der Verteilungspräferenzen in Reaktion auf Informationen über den Interaktionspartner entwickelt. Positive wie negative Reziprozität wird dann in einem Laborexperiment gemessen. Die Stärke reziproker Reaktionen ist heterogen und variiert systematisch für grundsätzlich eigeninteressierte und prosoziale Personen.

Zusammenfassung (Englisch)

Which conditions foster or hinder cooperation is a central question in the social sciences and economics. Important for answering this question are the theories of action used. Originally, exclusively self-interested actors were assumed. In recent decades actor models assuming social preferences, who take into account the consequences their actions have for others have been developed. In an introductory chapter the development and importance of social preferences will be discussed. Then the results of three studies based on laboratory experiments will be presented. Each study aims to shed light on different aspects of social preferences. Study 1 is concerned with cooperation in a public good game and studies the effect of centralized decision power on cooperation as well as the acceptance and possible misuse of power. Results show that centralized decision power leads to an increase in cooperation and is preferred over voluntary cooperation. In study 2 the acceptance of equality norms and meritocratic norms in Ultimatum Games is studied. It can be shown that meritocratic norms are accepted by both those who profit from them and also those whose payoff is lower than under an equality norm. In addition, the results of individual adherence to different norms on the aggregate payoff distributions will be studied. In study 3, reciprocity is first defined as a change in an actor?s distributional preferences as a reaction to information about the interaction partner. Positive and negative reciprocity of actors will then be measured in a laboratory experiment. It will be shown that the strength of a reciprocal reaction is an individual difference and that it varies systematically for individualistic and prosocial actors.