Titelaufnahme

Titel
Justinian und die Frauentutel / von Beate Pichler
Verfasser/ VerfasserinPichler, Beate
Begutachter / BegutachterinThür, Gerhard
Erschienen2013
Umfang79 Bl. : Zsfassung (1 Bl.)
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Römisches Recht / Tutela / Frau / Römisches Recht / Tutela / Frau / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-56919 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Justinian und die FrauentutelDiese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit die tulela mulierum in ihrer ursprünglichen Form, wie sie am Beginn der römischen Antike, einer Zeit des Patriarchats, in Erscheinung tritt, fortbesteht.Sie zeigt überdies, dass der Familienverband, an dessen Spitze der pater familias steht, in dieser Epoche eine besonders starke Rolle spielt. Römische Frauen stehen, da sie nur beschränkt geschäftsfähig sind, ihr Leben lang unter der Vormundschaft eines Tutors, in der Gewalt des pater familias oder des Ehemannes.Mit der fortschreitenden Individualisierung in der vorklassischen und klassischen Zeit kommt es zu einer Lockerung des Familienverbandes, die auch einen Schritt in die wirtschaftliche Selbständigkeit der Frauen in Rom bedeutet. In der Kaiserzeit beginnt sich das Zurücktreten der Geschlechtsvormundschaft bereits abzuzeichnen. Durch die Erlassung von kaiserlichen Gesetzen verliert diese Art der Tutel immer mehr an Bedeutung, die dann im 4. Jahrhundert keine Erwähnung mehr findet.Den Abschluss der Arbeit bildet der Vergleich zweier Textstellen aus den Institutionen des Gaius und Justinianus, der belegen soll, wie die byzantinischen Juristen des 6. Jh. n Chr. mit den klassischen Texten, welche die Frauentutel noch kennen, umgehen.

Zusammenfassung (Englisch)

Justinian and the tutela mulierumThis thesis is concerned with the question to what extend the original form of tutela mulierum, existing since the beginning of the Roman antiquity, a time of patriarchate, did survive.Besides, the thesis demonstrates that in this time the family headed by pater familias plaid a major role. Since Roman women at this time had restricted legal capacity they were for there wohle life under guardianship of a tutor or under control of their pater familias or husband.Progress towards individualisation during the pre-classical and the classical period corresponds to loosening of families. This signifies a step forward to economic independence of Roman women, too. During the Roman emperial era disappearence of tutela mulierum begins to become apparent. Because of enaction of emperial laws this kind of tutela becomes less important. In the 4th century tutela mulierum is not mentioned anymore.The thesis concludes with comparing two text passages from the institutes of Gaius and those of Justinian, which demonstrates how Byzantine jurists oft he 6. th. Century AD changed the classical texts concerning tutela mulierum.