Titelaufnahme

Titel
Der lange Weg zur Wasserkraft : am Beispiel des Murkraftwerkes Mötschlach - St. Dionysen / vorgelegt von David Lukas Weihs
Verfasser/ VerfasserinWeihs, David Lukas
Begutachter / BegutachterinPieper, Renate
Erschienen2014
Umfang121 Bl. : Zsfassung (2 Bl.) + DVD-ROM ; Ill., Kt.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Obersteiermark / Wasserkraftwerk / Geschichte 1917-1945 / Obersteiermark / Wasserkraftwerk / Geschichte 1917-1945 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-56708 Persistent Identifier (URN)
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Der lange Weg zur Wasserkraft [1.81 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Aufbau der Stromerzeugung mittels Wasserkraft in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in der Obersteiermark. Gegenstand der Untersuchung ist das Murkraftwerk Mötschlach - St. Dionysen, welches über einen Zeitraum von fast 40 Jahren trotz konkreter Pläne nicht realisiert werden konnte. Nach Jahrzehnten des Wachstums in der obersteirischen Industrieregion entstanden zu Beginn des 20. Jahrhunderts mehrere Wasserkraftwerke. Konnten die Kommunen und Industriebetriebe vor dem ersten Weltkrieg ihren Bedarf an Strom noch mit diesen ersten Anlagen abdecken, so stellte dieser die metallverarbeitende Industrie vor ein Versorgungsproblem. Für die Firma Gebr. Böhler & Co. in Kapfenberg war weder die Verfügbarkeit billiger Kohle noch ein direkter Zugang zu freien Gefällestrecken an einem ausreichend großen Gerinne zur Stromerzeugung gegeben, weshalb man sich entschloss, ein Kraftwerk an einem - gemessen an den technischen Möglichkeiten - weit entfernten Ort zu errichten. Als nach ersten Weltkrieg Arbeitskräfte in ausreichendem Maße vorhanden waren, scheiterte die Umsetzung der Kraftwerkspläne an der Finanzierung bzw. am nicht gegebenen Strombedarf und führte zu einem Verkauf der Grundstücke an der Mur an ein öffentliches Energieversorgungsunternehmen. Erst als mit dem "Anschluss" Österreichs an Hitlerdeutschland ein Ausbau der obersteirischen Industrie einsetzte und die Stromversorgung nicht schritthalten konnte, wurde die Idee des Kraftwerkes mangels Alternativen wieder aufgegriffen. Die Errichtung des Kraftwerkes erfolgte schließlich durch Finanzierung aus staatlichen Mitteln und unter massivem Einsatz von Zwangsarbeitern. Das 1944 fertiggestellte Kraftwerk liefert bis heute Strom aus Wasserkraft. Die in dieser Arbeit beschriebene Entwicklung stellt quasi den nie erzählten Prolog zur Erfolgsgeschichte der österreichischen Wasserkraft dar.

Zusammenfassung (Englisch)

The present work deals with the formation of power generation by hydroelectric power in the first half of the 20th Century in Upper Styria. Subject of the investigation is the power plant Mötschlach - St. Dionysen, that despite concrete plans could not be established over a period of almost 40 years.On the basis of this power plant, the political, economic, topographical and technical aspects concerning the construction of hydroelectric power plants will be investigated and the factors that were an obstacleto the construction of the power plant over several decades, are worked out. After decades of growth in the industrial region of Upper Styria several hydropower plants have be enbuilt at the beginning of the 20th Century. Municipalities and industrial companies were able to cover their demand for electricity still with these first plants be fore the first world war, but the war meant a supply problem for them et alworking industry. For the company Gebr. Böhler & Co. in Kapfenberg, neither the availability of cheap coal nordirect access to free sloped istancesto a sufficiently large river was given to generate electricity, which is why it was decided to build a power plant in a - in terms of technical possibilities - far distant location. After the first World War, when labor force was available in sufficient quantities, the implementation of the power plant plans failed because of the funding and not given electricity demandand led to a sale of land on the river Mur to a public power company.Only after the "Anschluss" of Austria by Nazi Germany an extension of the Upper Styrian industry began and the power supply could not keep pace, the idea of the power plant has been revived due to lack of alternatives. The construction of the power plant was finally financed through State resources and the massive use of forced labor.The power plant, completed in 1944, deliver s hydroelectricity up today. The development described in this work is sort of then ever told prologue to the success story of Austrian hydroelectric power.