Titelaufnahme

Titel
Dynamik, Selektion und Größenverteilung von Unternehmen / Johannes Mossböck
Verfasser/ VerfasserinMossböck, Johannes
Begutachter / BegutachterinKleinert Jörn
Erschienen2013
UmfangVI, 80 Bl. : 2 Zsfassungen ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Unternehmen / Pareto-Verteilung / Unternehmen / Pareto-Verteilung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-56606 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Dynamik, Selektion und Größenverteilung von Unternehmen [1.53 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Masterarbeit analysiert die Eigenschaften und Dynamiken der Größenverteilung von Unternehmen. Diese kann, gemessen an der Anzahl der Beschäftigten, durch ein sogenanntes Potenzgesetz beziehungsweise durch eine Pareto-Verteilung beschrieben werden. Diese Art der Verteilung kennzeichnet eine starke Rechtsschiefe. Dies bedeutet allgemein, dass der Großteil der Unternehmen wenige Mitarbeiter und wenige Unternehmen viele Mitarbeiter beschäftigen. Das Besondere daran ist, dass diese Verteilung in nahezu jedem Land der Erde zu beobachten ist. Noch dazu ist die Verteilung unabhängig von der Einheit, in der die Unternehmensgröße gemessen wird. So entspricht auch die Verteilung der Unternehmensgrößen gemessen nach Umsätzen oder Marktkapitalisierung einer Pareto-Verteilung. Des Weiteren besitzt die Pareto-Verteilung, dargestellt in einem doppelt-logarithmierten Diagramm, eine Steigung von -1. Dieses Charakteristikum wird als Zipfs Gesetz bezeichnet und ist ebenso universell beobachtbar. Das Ziel dieser Arbeit ist es, mathematische Eigenschaften von Potenzgesetzen zu beschreiben und einflussreiche Modelle zur Generierung der Pareto-Verteilung vorzustellen, um ein kohärentes Bild über den gegenwärtigen Zustand der Forschung in diesem Bereich zu zeichnen. Generell können rechtsschiefe Verteilungen von Unternehmensgrößen mittels zufälligen Wachstumsprozessen generiert werden. Diese Überlegungen beruhen maßgeblich auf Gibrats Gesetz, welches größenunabhängiges Wachstum annimmt. Einige Modelle erklären die besondere Form der Größenverteilung von Unternehmen mittels finanziellen Restriktionen jüngerer Unternehmen. Andere Studien vertreten den Standpunkt einer zufälligen Entwicklung in der Produktivität von Unternehmen. Auch soll ein Modell vorgestellt werden, welches die Pareto-Verteilung der Schulden von insolventen Unternehmen und die Verbindung dieser zur Größenverteilung zu erklären versucht. Dabei ist die Verbindung zwischen Unternehmen und Banken zentral.

Zusammenfassung (Englisch)

This master thesis analyzes the characteristics and dynamics of the firm size distribution. This distribution can, measured in number of employees, be approximated by a power law respectively a Pareto-Distribution. This kind of distribution is denoted by a strong right-skewness. Generally this means that the majority of firms employ few employees while a small minority of firms employs many. What is remarkable is that this distribution is observed in almost every country of the world and is furthermore independent of the unit in which the firm size is measured. The firm size distribution, measured in revenue or capitalization of firms, is also approximated by a Pareto-distribution. Also the Pareto-distribution, depicted in a double-logarithmized diagram, has a slope of -1. This characteristic is called Zipf?s Law and is also universally observable. The goal of this master thesis is to describe mathematical properties of power laws and present influential models that generate the Pareto-distribution to depict the current state of research in this field. Generally right-skewed distributions can be generated through random growth processes. This thought is based on Gibrat?s Law, the assumption of size-independent growth. Some models explain the particular form of the firm size distribution via financial frictions for younger firms. Other studies focus on the random development of the firm?s productivity. Furthermore a model is presented, which describes the Pareto-distribution of debt from bankrupt firms and points out the connection between the distribution of debt and the size distribution. In this model the link between firms and banks is central.