Titelaufnahme

Titel
Geschlechtsunterschiede in der Zahlenverarbeitung, räumlichen Fähigkeiten und der Rechenleistung / vorgelegt von Katrin Pammer
Verfasser/ VerfasserinPammer, Katrin
Begutachter / BegutachterinLanderl Karin
Erschienen2013
Umfang80 Bl. : Zsfassung ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Akalkulie / Geschlechtsunterschied / Akalkulie / Geschlechtsunterschied / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-56580 Persistent Identifier (URN)
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Geschlechtsunterschiede in der Zahlenverarbeitung, räumlichen Fähigkeiten und der Rechenleistung [1.33 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In der vorliegenden Studie wurden Geschlechtsunterschiede in Zahlenverarbeitungsfähigkeiten, räumlichen Fähigkeiten und der Rechenleistung untersucht. Der Einfluss von diversen Maßen der Zahlenverarbeitung (symbolische und non-symbolische Fähigkeiten, verschiedene Reaktionszeiteffekte) und eines breiten Maßes von räumlichen Fähigkeiten auf die Rechenleistung wurde überprüft, auch hinsichtlich eines geschlechtsspezifischen Prädiktionsmusters. Dazu wurden 101 Kinder der vierten und fünften Schulstufe untersucht. Auf der Leistungsebene wurden Geschlechtsunterschiede nur bei der Einschätzung von Zahlen am Zahlenstrahl zugunsten von Jungen und bei räumlichen Fähigkeiten unerwartet zugunsten von Mädchen gefunden. Außerdem zeigte sich im Kontrollmaß der allgemeinen Verarbeitungsgeschwindigkeit ein Vorteil für Mädchen. In der Rechenleistung, die mit einem zeitbegrenzten standardisierten Test erhoben wurde, unterschieden sich die Geschlechter nicht. Von den Zahlenverarbeitungsfähigkeiten zeigten sich nur symbolische Fähigkeiten als Prädiktoren der Rechenleistung. Der non-symbolische Mengenvergleich stand nicht im Zusammenhang mit der Rechenleistung. Bei den Jungen prädizierte die Geschwindigkeit, mit der zweistellige Zahlen verglichen wurden, am stärksten, bei den Mädchen die Geschwindigkeit, mit der die Parität von Zahlen beurteilt wurde. Obwohl sich die Reaktionszeiteffekte in der Stichprobe größtenteils signifikant nachweisen ließen, waren sie nicht mit der Rechenleistung assoziiert. Räumliche Fähigkeiten zeigten einen Einfluss, der nicht allein durch den mentalen Zahlenstrahl erklärt wurde, aber über alle anderen Leistungen der Zahlenverarbeitung hinaus nicht mehr signifikant war. Die Ergebnisse sprechen zwar dafür, dass Jungen über eine genauer spezifizierte Repräsentation des mentalen Zahlenstrahls verfügen als Mädchen. Sie scheinen aber weder den mentalen Zahlenstrahl noch die räumlichen Fähigkeiten stärker zum Rechnen zu nutzen als Mädchen.

Zusammenfassung (Englisch)

The study investigated sex differences in number processing, spatial skills and arithmetic performance. The influence of different measures of basic numeric abilities (symbolic and non-symbolic abilities, different effects of reaction time) and a broad measure of spatial skills on arithmetic performance was examined, as well for a sex-specific pattern of prediction. For that purpose 101 children were assessed in fourth and fifth grade. Boys performed better than girls in number line estimation whereas girls demonstrated better spatial skills than boys. Furthermore girls were faster in the control measure of general processing speed. There was no difference between boys and girls in arithmetic performance measured with a timed standardised test. Symbolic basic numeric abilities were predictors of arithmetic performance. Non-symbolic magnitude comparison was not associated with arithmetic performance. The best predictor of arithmetic performance was the efficiency of two-digit number comparison in boys and the efficiency of parity judgement in girls. Although the reaction time effects of number processing were mostly significant in the sample, they were not associated with arithmetic performance. Spatial skills showed an influence that was not accounted for just by mental number line, but it was not significant anymore when more measures of number processing were considered. Results suggested that the representation of mental number line is more accurate in boys than girls. However, assumptions that boys would rely more strongly on their mental number line or their spatial skills when doing arithmetic than girls were not confirmed.