Titelaufnahme

Titel
Die Bedeutung der Toleranz für interkulturelles Lernen aus Sicht der Wirtschaftspädagogik / Lukas Robisch
Verfasser/ VerfasserinRobisch, Lukas
Begutachter / BegutachterinStock Michaela
Erschienen2013
Umfang78 Bl. : 2 Zsfassungen
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Interkulturelles Lernen / Toleranz / Interkulturelles Lernen / Toleranz / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-56579 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Die Bedeutung der Toleranz für interkulturelles Lernen aus Sicht der Wirtschaftspädagogik [0.79 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Globalisierung, Europäisierung und Individualisierung haben unsere Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten verändert. WirtschaftspädagogInnen stehen deshalb sowohl im Schulalltag, als auch im privatwirtschaftlichen Bereich vor der ständigen Herausforderung, mit kulturellen Differenzen umzugehen. Interkulturelles Lernen bzw. der Erwerb interkultureller Kompetenz kann bei der Überwindung dieser Schwierigkeiten helfen. Eine der Grundvoraussetzungen hierfür ist eine gewisse Toleranz dem Neuen, Fremden und Andersartigen gegenüber. Toleranz ist ein komplexer Begriff, der nicht in einem Satz beschrieben werden kann, eine Darstellung seiner historischen Entwicklung sowie verschiedener Modelle und Konzeptionen innerhalb dieser wissenschaftlichen Arbeit schaffen aber ein besseres Verständnis. Kulturelle Kompetenz ist entscheidend, um eine hohe interkulturelle Sensibilität zu entwickeln und sich von einer ethnozentrischen Sichtweise hin zu einer ethnorelativen zu bewegen. Interkulturelle Kompetenz sieht je nach Kontext leicht unterschiedlich aus, hat aber immer mit effektivem und angemessenen Verhalten in interkulturellen Situationen zu tun. Deardorffs Prozessmodell zum Erwerb interkultureller Kompetenz beginnt mit einer positiven Einstellung anderen Kulturen gegenüber. Durch den folgenden Aufbau von Wissen, Verständnis und Fertigkeiten (Sprachverständnis uvm.) kann eine Veränderung der eigenen Person vonstattengehen hin zu Anpassungsfähigkeit, ethnorelativer Sichtweise und Empathie. Darauf aufbauend ist Kommunikation und Verhalten möglich, welches als interkulturell kompetent bezeichnet werden kann. Kohlbergs? Just Community Ansatz kann uA. zu einer Verbesserung der moralischen Atmosphäre, einer Intensivierung des Normaufbaus und Demokratisierung, Empathie und moralische Sensibilität führen. Dadurch stellen seine Gerechte Gemeinschaft Schulen einen konkreten Startpunkt dar um den obig beschrieben Prozess zum Erwerb interkultureller Kompetenz einzuleiten.

Zusammenfassung (Englisch)

Globalization, europeanization and individualization have been changing our society for the last decades. Because of that, professionals in the field of business education and development constantly face challenges due to cultural differences in both their role as teachers and when pursuing a career in the private sector.Intercultural learning and intercultural competence represent a possibility to overcome these obstacles. A certain kind of tolerance is one of the requirements therefore.It?s difficult to find a short yet precise definition for tolerance. This master?s thesis tries to give a better understanding of tolerance by summarizing the historical development of the term as well as presenting several philosophical models and concepts of tolerance.Being tolerant is necessary on the path of developing intercultural sensitivity. The goal is to shift away from ethnocentric perspectives (denial, defense, minimization) to a more ethnorelative one (acceptance, adaptation, integration).Depending on the context, intercultural competence has a great variety of possible manifestations. On the bottom line the desired external outcome is always effective and appropriate communication and behavior in an intercultural situation.The process model of intercultural competence by Deardorff has a positive attitude for foreign cultures as a starting point. A following acquisition of knowledge, comprehension and skills (e.g. language) concerning the new culture can lead to the desired internal outcome ? adaptability, ethnorelative view, empathy as well as the desired external outcome (effective and appropriate behavior in intercultural situations) in further consequence.Kohlberg? Just Community approach can improve the moral atmosphere, democratization, value of norms, empathy and moral sensitivity in the community involved. Hence it represents a hands-on starting point for the process model of intercultural competence described above.