Titelaufnahme

Titel
Belastungsfaktoren in der Wartung von Linienflugzeugen und deren Auswirkungen auf psychologische Beanspruchungsmaße / vorgelegt von Wolfgang Fraunlob
Verfasser/ VerfasserinFraunlob, Wolfgang
Begutachter / BegutachterinKallus Konrad Wolfgang
Erschienen2013
Umfang145 Bl. : Zsfassung ; Ill, graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Luftfahrttechnik / Arbeitsbelastung / Physiologische Psychologie / Luftfahrttechnik / Arbeitsbelastung / Physiologische Psychologie / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-56554 Persistent Identifier (URN)
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Belastungsfaktoren in der Wartung von Linienflugzeugen und deren Auswirkungen auf psychologische Beanspruchungsmaße [3.68 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel dieser Arbeit war es, mittels mehrdimensionaler psychophysiologischer Beanspruchungsanalysen Belastungsfaktoren bei der Wartung von Linienflugzeugen zu ermitteln. Die Arbeit gliedert sich in zwei Teilstudien. Studie 1 wurde zum Zweck der Hypothesengenerierung unter dem Aspekt der explorativen Datenanalyse durchgeführt. Mittels portabler Biosignalrekorder wurden bei 12 Wartungstechnikern EKG und EDA Signale über den gesamten Arbeitstag hin aufgezeichnet. Während der Arbeit wurden die Wartungstechniker von einem Untersuchungsleiter begleitet, der die durchgeführten Tätigkeiten protokollierte. Die Tätigkeiten wurden in Task Units gruppiert und zudem in die Messabschnitte "Beginn", "Mitte" und "Ende" unterteilt. Der Mittelwertvergleich der Parameter Herzrate, Herzratenvariabilität, Hautleitfähigkeitsniveau und nicht spezifische Hautleitfähigkeitsreaktionen über die verschiedenen Task Units ergab Hinweise auf eine erhöhte Beanspruchung bei Autofahrten mit dem Ziel "Lager" im Vergleich zu anderen Autofahrten. Es zeigten sich auch Unterschiede zwischen Dokumentationen, die im Büro stattfinden und Dokumentationen, die außerhalb des Büros durchgeführt werden sowie Anzeichen für eine hohe Beanspruchung bei Kommunikationstätigkeiten.In der Folgestudie wurden die in Studie 1 aufgestellten, konkretisierten Fragestellungen und Hypothesen an einer Stichprobengröße von 17 Personen untersucht. Es konnten mittels statistischer Tests Beanspruchungsunterschiede zwischen verschiedenen Task Units und Tätigkeitskategorien festgestellt werden. Eine neu aufgenommene Task Unit ermöglichte in Studie 2 den Vergleich zweier arbeitsbezogener Kommunikationstätigkeiten. Dieser zeigte eine erhöhte Herzrate und ein erhöhtes Hautleitfähigkeitsniveau über alle drei Messabschnitte bei Kommunikationen mit der Flight Crew gegenüber sonstigen arbeitsbezogenen Kommunikationstätigkeiten.

Zusammenfassung (Englisch)

The intention of this study was to identify stressors in airliner maintenance organizations, by means of a multidimensional analysis of the psychophysiological strain. Two smaller studies were carried out as part of the overall main study. The first study provided the basis for hypotheses development for the second study. In study 1, EKG and EDA signals of 12 participants were recorded with portable devices. The recordings took place during the whole work day and were accompanied by a behavioural monitoring. During this monitoring, the examiners noted all tasks performed by the maintenance technicians. The tasks were grouped into task units and split into three measure periods. These periods were "begin", "middle" and "end". The comparison of means of four different psychophysiological parameters (heart rate, heart rate variability, skin conductance level and non specific skin conductance level) of the task units showed a higher strain in the task unit "car ride to the warehouse" than other car rides. Additional findings showed differences between "documentations at the task location", compared to "documentations in the office" and indications of a generally high strain during communication tasks. Study 2 investigated the central questions, which derived from the analysis of study 1 with a test sample size of 17 people. Differences between task units and differences between task categories could be verified by the use of statistical tests. An additionally included task unit in study 2 enabled a comparison between two work-related communication tasks. This comparison showed a higher heart rate and a higher skin conductance level, during all three measure periods, at communication tasks related to the flight crew than other miscellaneous work-related communication tasks.