Titelaufnahme

Titel
Educatio principum : die Erziehung fremder Fürstensöhne in der Antike / eingereicht von Stefanie Lerch
Verfasser/ VerfasserinLerch, Stefanie
Begutachter / BegutachterinTausend Sabine ; Schachinger Ursula
Erschienen2013
Umfang249 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Geisel / Fürst / Kind / Geschichte 400 v. Chr.-14 / Geisel / Fürst / Kind / Geschichte 400 v. Chr.-14 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-56474 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Educatio principum [1.57 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Gegenstand der Untersuchung ist das Phänomen der antiken Geiselstellung vom vierten Jahrhundertv.Chr. bis in die Zeit des Augustus. Da Fürstenkinder als Mittel der Vertragssicherung gerne als Garanten für das Wohlverhalten ihrer Väter dienten und dabei in einigen Fällen eine Art Erziehung genossen, zieht sich der Begriff educatio principum gleichsam als roter Faden durch die Arbeit. Die antiken Quellen berichten, dass die Kinder der Fürsten zur Vertragssicherung mit in die Fremde genommen wurden, um später als loyale Vasallen zu fungieren. Mit welchen Mitteln die ehemaligen Geiseln zu treuen Verbündeten gemacht werden sollten, berichten sie jedoch nicht. Um dieser Frage nachzugehen, wird das Phänomen der Geiselstellung zunächst im Kontext der politischen Geschichte beleuchtet. Daran anschließend werden die Geiselstellungen unter Zuhilfenahme wissenschaftstheoretischer Fragestellungen vor allem in Hinblick auf die Identitätsbildung behandelt. Bei der Beantwortung der aufgeworfenen Fragestellungen spielt das Alter der Geisel, die Dauer der Geiselschaft und der Umgang mit ihnen eine wichtige Rolle. Bemerkenswert ist dabei aber auch die Rolle der Erziehung und damit einhergehend der Wissensvermittlung.

Zusammenfassung (Englisch)

Subject of the investigation is the phenomenon of ancient hostage-taking from the 4th century B.C to the time of Augustus. Since foreign princes served as guarantors for different kind of treaties and therefore for the good behavior of their fathers, they also received a kind of education: Therefore the term educatio principum runs like a golden thread through the dissertation. The sources report that the children served as security to an agreement and later on as loyal vassals. Unfortunately, they do not report the means by which a former hostage was made a loyal ally. To answer this question, the first part of the paper examines the hostage-taking in the context of the political history. Subsequently, the hostages are analyzed by the means of epistemological issues. The age of the hostage, the duration of the hostage-taking and the social intercourse plays an important role. Noteworthy, however, is the role of education and, consequently, the transfer of knowledge.