Titelaufnahme

Titel
Die Einschätzung der Intelligenz und Persönlichkeit aufgrund des ersten Eindrucks / vorgelegt von Tanja Kainer
Verfasser/ VerfasserinKainer, Tanja
Begutachter / BegutachterinNeubauer Aljoscha
Erschienen2013
Umfang105 Bl. : Zsfassung ; Ill, graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Erster Eindruck / Fremdbild / Selbstbild / Erster Eindruck / Fremdbild / Selbstbild / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-56465 Persistent Identifier (URN)
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Die Einschätzung der Intelligenz und Persönlichkeit aufgrund des ersten Eindrucks [1.9 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Ziel der vorliegenden Studie war es, zu untersuchen, ob es möglich ist, die Persönlichkeit und Intelligenz einer Person anhand des ersten Eindrucks valide zu beurteilen und ob die physische Attraktivität diese Einschätzung beeinflusst. Hierfür wurden 59 ProbandInnen in Kleingruppen geteilt und angewiesen, das sogenannte NASA-Spiel zu spielen, welches oft in Assessment-Centern eingesetzt wird. Währenddessen beurteilten jeweils fünf Psychologiestudierende die Zielpersonen hinsichtlich ihrer physischen Attraktivität und Intelligenz (Ratingskalen) sowie ihrer Persönlichkeit (selbst konstruierter Fremdbeurteilungsbogen). Anschließend wurden die Fremdbeurteilungen mit den Selbstbeurteilungen der Zielpersonen (HEXACO-60) und ihrer gemessenen Intelligenz (WPT) verglichen. Angenommen wurde, dass die Fremdbeurteilung der Merkmale Intelligenz, Ehrlichkeit/Bescheidenheit, Emotionalität, Extraversion, Verträglichkeit, Gewissenhaftigkeit und Offenheit mit der gemessenen Intelligenz bzw. der Selbstbeurteilung der genannten Persönlichkeitsmerkmale zusammenhängt. Zudem wurde untersucht, ob attraktive Personen hinsichtlich sozial erwünschter Merkmale positiver eingeschätzt werden. Entsprechend der Erwartungen zeigte sich, dass minimale Informationen ausreichen, um die Emotionalität, Gewissenhaftigkeit, Offenheit und Verträglichkeit einer Person valide einzuschätzen. Bezüglich der restlichen Persönlichkeitsmerkmale und der Intelligenz scheint die ausgewählte Situation hingegen nicht genügend valide Informationen für eine akkurate Einschätzung zu liefern. Die Rolle der physischen Attraktivität auf den ersten Eindruck erwies sich als weniger bedeutend als erwartet. Die Untersuchung stützt somit theoretische Annahmen, dass einige Merkmale schon nach kurzer Zeit valide eingeschätzt werden können. Sie deutet jedoch ebenso darauf hin, dass die Validität der Fremdeinschätzung stark situationsabhängig ist und dass Personen sich in Bewerbungssituationen möglicherweise verstellen.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of the present study was to investigate if it is possible to accurately judge the personality and intelligence of a person on the basis of a first impression and to examine the role of physical attractiveness in forming these judgments. For this purpose 59 participants were assessed in small group sessions in which they were assigned to play the so-called NASA-Game, which is often used in assessment-centres. Meanwhile five psychology students in each case rated the participants regarding their physical attractiveness and intelligence on rating scales and the targets personalities on a self-constructed observer report form. Subsequently the observer ratings were compared to the targets self-reported personality (HEXACO-60) and their measured intelligence (WPT). The hypothesis was that the observer ratings of the targets intelligence, honesty/humility, emotionality, extraversion, agreeableness, conscientiousness and openness are significantly related to the measured intelligence and self-reports of the contemplated traits. In addition, it was hypothesized that attractive people are judged more positively on socially desirable traits. In line with the expectations the results showed that minimal information is sufficient to accurately judge a person?s emotionality, agreeableness, conscientiousness, and openness. As to other personality traits and intelligence it seems that the selected situation does not provide valid information for an accurate judgement. Moreover the role of physical attractiveness on first impressions has been proved to be not as crucial as expected. The study supports theoretical assumptions that some traits can be accurately judged after a short time. Findings also suggest that the accuracy of an evaluation is highly situation-related and people potentially disguise themselves in job application situations.