Titelaufnahme

Titel
Translationsethik und moralisches Handeln von VerhandlungsdolmetscherInnen mit der Sprachenkombination Deutsch-Russisch : Vergleich zwischen professionellen und semiprofessionellen VerhandlungsdolmetscherInnen / vorgelegt von Nataliya Kosynska
Verfasser/ VerfasserinKosynska, Nataliya
Begutachter / BegutachterinVorderobermeier Gisella Maria
Erschienen2013
Umfang217 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2013
Anmerkung
Text dt., teilw. engl.
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Dolmetschen / Berufsethik / Dolmetschen / Berufsethik / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-56286 Persistent Identifier (URN)
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Translationsethik und moralisches Handeln von VerhandlungsdolmetscherInnen mit der Sprachenkombination Deutsch-Russisch [2.12 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Gleich wie in jedem anderen Beruf sind DolmetscherInnen an eine Berufsethik, die für sie einen bestimmten Stellenwert hat und die von vielen oft mit Professionalität gleichgesetzt wird, gebunden (vgl. Gentile et al. 1996:56). Die vorliegende Masterarbeit ist daher dem Thema Translationsethik und Verhandlungsdolmetschen, das bisher in der TLW noch nicht umfassend analysiert wurde, gewidmet. Der Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit liegt also auf der Translationsethik, wobei genauer das Verhalten von professionellen und semiprofessionellen VerhandlungsdolmetscherInnen anhand einer qualitativen Methode verglichen und analysiert wird. Mit professionellen VerhandlungsdolmetscherInnen sind ausgebildete und erfahrene DolmetscherInnen gemeint und unter semiprofessionellen VerhandlungsdolmetscherInnen werden Studierende verstanden, die noch über kein abgeschlossenes Studium verfügen.In der vorliegenden Masterarbeit sollen solche Themen, wie Loyalität, diesbezügliche Abgrenzung des Verhandlungsdolmetschens zum Konferenz- und Kommunaldolmetschen, Professionalität und Semi-Professionalität, Normen und Konventionen, von VerhandlungsdolmetscherInnen eingenommene Rollen sowie die Rolle der Berufsverbände behandelt werden. Im letzten Kapitel der Arbeit wird die Hypothese zu den gestellten Forschungsfragen genannt. In ihr wird nämlich angenommen, dass VerhandlungsdolmetscherInnen nur aus eigenem Interesse handeln, um sich selbst zu schützen (Gesichtswahrung) und ihrem Berufsbild gerecht zu werden. Denn die Praxis zeigt, dass VerhandlungsdolmetscherInnen oft unweigerlich in ethische Dilemmata gedrängt werden können. Es wird außerdem davon ausgegangen, dass es gravierende Unterschiede im Verhalten von professionellen und semiprofessionellen VerhandlungsdolmetscherInnen gibt, welche deren Berufsbild beeinflussen können ? nämlich insofern, dass die Rolle(n) von professionellen und semiprofessionellen VerhandlungsdolmetscherInnen oft nicht genau bestimmt werden können.

Zusammenfassung (Englisch)

Interpreters are bound to the work ethically just as representatives of any other domain. Work ethics seem to have a certain priority comparable to professionalism (cf. Gentile et al. 1996:56). This master thesis is dedicated to the issue of translation ethics in case of german-russian negotiations. This issue has not yet been comprehensively analysed. Therefore, the thesis focuses on translation ethics, whereupon the behaviour of professional and semi-professional negotiation interpreters will be analysed in a more detailed way. Experienced graduates from translation studies are considered as professionals, whereas students are considered as semi-professionals. The following issues will be discussed in this thesis: professionalism and loyalty, distinction of negotiation/trial interpretation from conference and communal interpretation, professionalism and semi-professionalism, norms and conventions, the role(s) of the professional associations and the roles of the negotiation interpreters.In the last chapter of the theoretical part the hypothesis to the posed research questions will be presented. The hypothesis is based on the assumption that negotiation interpreters act only in their own interests, in order to protect themselves (face-saving) and in order to do justice to their professional image. Practice shows that negotiation interpreters can often be or even inevitably are involved in ethical dilemmas. Apart from this, there is the assumption that there are serious distinctions between the behaviour of the professional and the semi-professional negotiation interpreters. These distinctions can influence the professional image to the extent that the role(s) of the professional as well as those of the semi-professional interpreters can often not be clearly defined. In the empirical part of this thesis I will shortly introduce the applied qualitative method by Phillip Mayring (1993), which is used for analysing the interviews.