Titelaufnahme

Titel
Was nun? : Erforschung des Umgangs mit Arbeitslosigkeit von Frauen über 45 anhand eines Fallbeispiels / vorgelegt von Lisa Stuhlpfarrer
Verfasser/ VerfasserinStuhlpfarrer, Lisa
Begutachter / BegutachterinPilch-Ortega Hernandez, Angela
Erschienen2013
Umfang120, 18 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassungen in engl. und dt. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Frau <50 Jahre> / Arbeitslosigkeit / Frau <50 Jahre> / Arbeitslosigkeit / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-56273 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema wie Frauen über 45 Jahren mit der Situation der Arbeitslosigkeit umgehen. Zunächst wird im theoretischen Teil das Problem der aktuellen Prekarisierungsprozesse anhand Robert Castels Theorie dargebracht. Des Weiteren wird auf den Arbeitsbegriff eingegangen und von zwei wissenschaftlichen Richtungen (Ökonomie, Philosophie) definiert. Anhand der philosophischen Definition erklärt Angelika Krebs, dass Familienarbeit ebenso als Erwerbsarbeit betrachtet und dementsprechend entlohnt werden sollte um die Wahlfreiheit von Frauen zu fördern. Daraufhin wird das Thema Arbeitslosigkeit behandelt, indem es zuerst definiert wird. Im Weiteren wird auf die Situation in Österreich Bezug genommen und es werden Folgen und Bewältigungsformen beschrieben. Da Bewältigungsstrategien in biographischen Lernprozessen erlernt und erweitert werden, werden darauffolgend zwei Lernmodelle erörtert. Das biographische Lernen und das habituelle Lernen bieten dabei Modelle um den Prozess der Aneignung von Strategien nachzuvollziehen. Zuletzt wird noch das Thema Alter und Altern dargebracht und mit Arbeit bzw. Arbeitslosigkeit in Zusammenhang gebracht. Das Grundgerüst des empirischen Teils dieser Arbeit stellt die Biographieforschung dar. Mithilfe des narrativen Interviews einer arbeitslosen Frau über 45 Jahren lässt sich deren Lebensgeschichte hinsichtlich ihres Umgangs mit Arbeitslosigkeit untersuchen. Durch die strukturelle Beschreibung werden ihre Bewältigungsstrategien, aber auch der Wandel dieser im Laufe ihrer Biographie, sichtbar. Eine intensivere Bearbeitung des empirischen Materials ergab die Kernkategorie Wirkung der Arbeitslosigkeit. Diese beschreibt, dass der Umgang mit der Arbeitslosigkeit davon beeinflusst werden kann, welche Bedeutung die Arbeitsstelle für die Biographieträgerin hatte, als auch davon wie diese mit biographischen Brüchen bzw. mit Situation mit Bruchpotential umgeht.

Zusammenfassung (Englisch)

The thesis addresses the question of how women over 45 years of age deal with unemployment. The theoretical portion begins with a description of Robert Castels theory of the current precarity. Thereafter economic and philosophical definitions of employment are offered. By means of a philosophical definition, Angelika Krebs identifies homemaking as employment and asserts that women should be compensated for their work, which would thereby support womens freedom of choice. Unemployment is then defined. From there on, the thesis discusses the issue with regard to the situation in Austria. The outcome and coping strategies are ultimately described. Given that coping strategies are learned and expanded in biographical learning processes two types of leaning are addressed: biographical learning and habitual learning. Both provide models for reconstructing the process of adapting strategies. In closing, age and ageing are described and pulled together with employment and unemployment. The basis for the empirical portion is biographical research. Relying on a narrative, coping strategies in a situation of unemployment for woman over 45 years of age can be analyzed. In the structural description of the interview, coping strategies as well as changes in them during her biography are evident. Further examination of the empirical material leads to the core category of the effect of unemployment. The category demonstrates that coping with unemployment can be influenced by what the job meant to the person and how the person deals with the biographical ruptures or with situations where a biographical rupture is immanent. It seems that a reflexive perspective, a certain structure of daily life, and inclusion in a social network helps the person to manage the situation.