Titelaufnahme

Titel
Depressivität im Kindes- und Jugendalter unter Einbeziehung des Sozialverhaltens : eine empirische Untersuchung an steirischen SchülerInnen / vorgelegt von Michael Wallner
Verfasser/ VerfasserinWallner, Michael
Begutachter / BegutachterinRossmann, Peter
Erschienen2013
Umfang147 Bl. : Zsfassungen (2. Bl.) ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Kind / Jugend / Depressivität / Sozialverhalten
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-56253 Persistent Identifier (URN)
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Depressivität im Kindes- und Jugendalter unter Einbeziehung des Sozialverhaltens [2.31 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Depressive Verstimmungen zählen nicht nur bei Erwachsenen, sondern auch bei Kindern und Jugendlichen zu den weit verbreiteten psychischen Leiden. Affektive Störungen und ihre Ausprägungen stehen dabei im engen Zusammenhang mit sozialen Verhaltensweisen. Besonders die Phasen in der Kindheit und Jugend gelten als außerordentlich sensibel und besitzen eine prägende Wirkung auf die menschliche Stimmungslage und das Sozialverhalten. Für eine bestmögliche Prävention und Intervention sollte daher besonders diese Altersgruppe in den Blickpunkt von Forschungsvorhaben rücken. Die vorliegende Studie untersucht nun den Zusammenhang zwischen depressiver Beeinträchtigung und sozialen Kompetenzen bei 683 steirischen Schülern und Schülerinnen der 7. Schulstufe in Neuen Mittelschulen (NMS) und Allgemeinbildenden Höheren Schulen (AHS). Diese verteilten sich insgesamt auf 6 AHS und 8 NMS, wobei sowohl städtische als auch ländliche Schulen in die Stichprobe integriert wurden. Die im Durchschnitt 13 Jahre alten Kinder und Jugendlichen wurden mittels DTK: Depressionstest für Kinder (Rossmann, 2005) und FEPAA: Fragebogen zur Erfassung von Empathie, Prosozialität, Aggressionsbereitschaft und aggressivem Verhalten (Lukesch, 2006) hinsichtlich ihrer Sozialkompetenzen (Aggressionsverhalten, prosoziales Verhalten) sowie der aktuellen depressiven Befindlichkeit befragt. Die Produkt-Moment-Korrelationen nach Pearson ergaben signifikante Zusammenhänge zwischen mangelhaften sozialen Fähigkeiten und depressiven Symptomen: Jene Schüler und Schülerinnen, welche sich auffallend dysphorisch, agitiert und müde beschrieben, waren weniger prosozial, fielen gleichzeitig aber durch eine erhöhte Tendenz zur Aggressionshäufigkeit und Gewaltlegitimation auf. In der Studie konnten auch Geschlechtsunterschiede repliziert werden. Mädchen beschrieben sich emotional bedrückter und müder, zeigten sich prosozialer und waren im Vergleich zu Buben weniger aggressiv.

Zusammenfassung (Englisch)

Not only adults suffer from affective disorders also children and adolescents can be affected by depressive moods. Depressive states and their its characteristics are closely connected with problematic social behaviour. Moreover, the extraordinarily sensitive phases of childhood and adolescence have enormous effects on the development of human emotions and social behaviour. In order to provide adequate prevention and intervention measures, research projects should specifically focus on these age groups. The present study tries to examine the correlation between symptoms of depression and social behaviour in 683 Styrian students of the seventh grade. The students were on average 13 years old and attended either urban or rural schools. In addition to gender differences and the influence of the school location, the study also compared the two Austrian school-types Allgemeinbildende Höhere Schule (AHS) and Neue Mittelschule (NMS). In this regard, aspects of social behaviour - particularly aggressive and prosocial behaviour - and the level of depressiveness was determined by means oft wo questionnaires: DTK: Depressionstest für Kinder (Rossmann, 2005), and FEPAA: Fragebogen zur Erfassung von Empathie, Prosozialität, Aggressionsbereitschaft und aggressivem Verhalten (Lukesch, 2006). Product-moment correlations revealed significant connections between inadequate social skills and symptoms of depression: those students who described themselves as more depressed or agitated, reported less prosocial behaviour and at the same time more propensity to violence and aggression. The results also indicate, that girls tend to identify themselves as being more depressed, more tired, more prosocial and in comparison to boys less agitated and aggressive. Futhermore the survey ascertained higher mean scores of NMS-schoolers in depression as well as aggression scales.