Titelaufnahme

Titel
Die P300 Komponente als Indikator variierter Aufmerksamkeit unter Syptomprovokation bei Zahnbehandlungsphobie / Paul Zach
Verfasser/ VerfasserinZach, Paul
Begutachter / BegutachterinSchienle, Anne
Erschienen2013
Umfang91 Bl. : Zsfassung (2 Bl.) ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Zahnärztliche Behandlung / Phobie / Elektroencephalographie / Zahnärztliche Behandlung / Phobie / Elektroencephalographie / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-55982 Persistent Identifier (URN)
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Die P300 Komponente als Indikator variierter Aufmerksamkeit unter Syptomprovokation bei Zahnbehandlungsphobie [0.79 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Aus früheren EEG-Studien geht hervor, dass ereigniskorrelierte Potentiale (EKPs), wie die P300Amplitude, helfen den zeitlichen Verlauf der Aufmerksamkeit und der emotionalen Beteiligung einerPerson nachzuvollziehen. In der vorliegenden Studie wurde untersucht, ob sich elektrokortikaleReaktionen von Zahnbehandlungsphobikerinnen und einer Kontrollgruppe während einerAufmerksamkeitsvariierung bei Betrachtung von phobierelevantem und neutralem Bildmaterialunterscheiden. Es wurde die hirnelektrische Aktivität von 17 Zahnbehandlungsphobikerinnen und 15Kontrollprobandinnen mittels EEG gemessen. Ihnen wurden Bilder mit phobierelevanten oder neutralenInhalten präsentiert. Der Aufmerksamkeitsfokus der Probandinnen wurde durch drei unterschiedlicheAufgabenbedingungen variiert. Als Indikator für die drei stufige Aufmerksamkeitsvariierung wurden diegemittelten EKPs (Zeitfenster 250-550 ms) an der Elektrodenposition PZ herangezogen. Zudem wurdendie Reaktionszeiten und die subjektive Bewertung des Stimulusmaterials erhoben.Durch die subjektive Bewertung des Bildmaterials konnte bestätigt werden, dass die phobierelevantenBilder imstande waren eine Furchtreaktion auszulösen. Die erhöhten P300 Amplituden derZahnbehandlungsphobikerinnen unter Symptomprovokation spiegeln eine selektiveAufmerksamkeitsfokussierung auf phobierelevante Reize wider und stehen im Einklang mit bisherigenBefunden. Der Unterschied der P300 Amplituden der Phobikerinnen zwischen der Linien- undSchmerzbedingung unter Symptomprovokation legt nahe, dass die emotionale Bedeutung derphobierelevanten Bildinhalte durch diese Aufgabenbedingungen variiert werden konnte. Bezüglich derReaktionszeiten konnten keine Gruppenunterschiede unter Symptomprovokation festgestellt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Earlier EEG-studies have demonstrated that event-related potentials (ERPs) like the P300 amplitude areuseful in following the process of attention and emotional attachment. During the present study it wastested if electro-cortical reactions of dental treatment phobics and a control group differed in attentionand distraction when they were shown images that were either relevant or neutral to the studied phobia.During an EEG session 18 dental phobics and 15 control subjects were exposed to images that wereeither relevant or neutral to the phobia. During the test the focus of attention by the subjects wasconstantly changed. Additionally the reaction times and the subjective evaluation of the stimulatingmaterial were analysed. Finally the statistic analysis was conducted with the data of averaged ERPamplitudes (time window 250-500 ms) for each condition and group at electrode position PZ.When confronted with phobia-relevant pictures the phobic group showed in all conditions enhancedP300 at PZ. Additionally phobics showed stronger electrocortical reactions when they were shownphobia-relevant pictures compared to when they were shown neutral images. Moreover in the paincondition the phobic group showed larger P300 amplitudes than in the distraction task. The pictureratings of the phobics show that the presented pictures were able to induce a fear response. EnhancedP300 amplitudes of the dental phobics under symptom provocation reflect a selective and motivatedattention on phobia related material. This result stands in a line with previous studies. Additionally,dental phobics showed lower P300 amplitudes when they were completely distracted from phobiarelevant stimuli than when focused on the same pictures. This suggests that the line and pain conditioncould vary the emotional relevance of the phobia related pictures in the phobic group. With respect tothe reaction times no group differences were detected.