Titelaufnahme

Titel
Psychische Gesundheit und Psychopathologie von Kindern und Jugendlichen : eine Synthese von kindbezogenen, familienbezogenen und migrationsbezogenen Risiko- und Schutzfaktoren / eingereicht von Maria Teresa Gutmann
Verfasser/ VerfasserinGutmann, Maria Teresa
Begutachter / BegutachterinRoth Roswith ; Popow Christian
Erschienen2013
Umfang380 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Kind / Jugend / Psychische Gesundheit / Psychopathologie / Kind / Jugend / Psychische Gesundheit / Psychopathologie / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-58014 Persistent Identifier (URN)
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Psychische Gesundheit und Psychopathologie von Kindern und Jugendlichen [2.2 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Genesemodelle psychischer Störungen weisen häufig Lücken auf, und das Bedingungsgefüge wird nicht in der Gesamtheit der Variablen betrachtet (Steinhausen, 2004). Die Bestimmung von einzelnen Risiko- und Schutzfaktoren sowie von bestimmten Faktorkonstellationen zeigt sich jedoch entscheidend für die Förderung und Aufrechterhaltung der psychischen Gesundheit (Becker, 1997; Noeker & Petermann, 2008). Ziel der vorliegenden Studie ist die empirische Überprüfung eines umfassenden migrationsspezifischen Modells der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Hierzu wird eine Vielzahl an theoretisch beschriebener kind-, familien- und migrationsbezogener Risiko- und Schutzfaktoren erhoben, und ihr Einfluss auf Parameter der psychischen Gesundheit (Angst, Depression, Selbstwert, Intelligenz, Kohärenzgefühl, Verhaltensauffälligkeit) analysiert. In die vorliegende Untersuchung fließen Daten von insgesamt 302 österreichischen und türkischen Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund im Alter zwischen 7 und 18 Jahren ein, welche sich aus psychiatrisch auffälligen und unauffälligen ProbandInnen zusammensetzen.Das ermittelte Modell zeigt, dass sich der sozioökonomische Status (Familieneinkommen) auf die familiären Faktoren (Akkulturationsstress, Eltern-Kind-Konflikte, psychisch auffällige Familienmitglieder, traumatische Erlebnisse der Mutter) auswirkt und diese wiederum Einfluss auf die kindbezogenen Faktoren (entwicklungsbezogenen Variablen) zeigen, welche als solche den psychischen Gesundheitsgrad des Kindes bedingen. Mit Hilfe des Modells werden migrationsbedingte Schutzfaktoren (gute muttersprachige Kenntnisse, geringer Akkulturationsstress, wenige Diskriminierungserfahrungen, regelmäßige Sozialkontakte zu ÖsterreicherInnen) identifiziert, die entscheidend sind um weiterführend präventive Maßnahmen in diesem Bereich setzen zu können.

Zusammenfassung (Englisch)

Genesis models of mental disorders often exhibit gaps, and condition models are not considered in the totality of variables (Steinhausen, 2004). However, the determination of individual risk and protective factors, as well as certain factor constellations, shows a decisive element for the promotion and maintenance of mental health (Becker, 1997; Noeker & Petermann, 2008). The aim of this study is the empirical verification of a comprehensive migration-specific model of mental health of children and adolescents. For this purpose, a number of theoretically described child-, family- and migration-related risk and protective factors are surveyed and their influence on parameters of mental health (anxiety, depression, self-esteem, intelligence, sense of coherence, behavioral problems) is analysed. The present study includes a total of 302 Austrian and Turkish children and adolescents with a migration background. The sample consists of clinical and non-clinical participants aged 7-18.The identified model shows that socio-economic status (family income) affects family factors (acculturative stress, parent-child conflicts, family members with mental-health problems, traumatic experiences of the mother). These in turn influence child-related factors (development-related variables) which determine the mental health level of the child. By means of this model, migration-related protective factors (good knowledge of the native language, low acculturative stress, few experiences of discrimination, regular social contacts with Austrians) are identified, that are essential to implement further preventive interventions in this area.