Titelaufnahme

Titel
Prenatal testosterone, hemispheric dominance and looseness of associations
Verfasser/ VerfasserinBosch, Jannis
Begutachter / BegutachterinPapousek, Ilona
Erschienen2013
UmfangV, 59 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Pränatalperiode / Testosteron / Lateralität / Pränatalperiode / Testosteron / Lateralität / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-58006 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Einleitung: Die erste Fragestellung dieser Diplomarbeit befasst sich mit einem möglichen Einfluss von pränatalem Testosteron (pT) auf die Lateralisierung des Gehirns. Die Geschwind-Behan-Galaburda Theorie (GBG-Theorie) nimmt an, dass erhöhte pT-Levels zu einer Verschiebung der Masseasymmetrie der grauen Substanz in Richtung der rechten Hemisphäre führen. Die zweite Fragestellung bezieht sich auf einen Zusammenhang zwischen einem breiten Assoziationsstil und atypischer Lateralisierung. Es wird angenommen, dass Kreativität und Schizotypie mit einer Rechtsverschiebung der kortikalen Aktivierung verbunden sind. Allerdings sollen Kreative gleichzeitig verstärkte interhemisphärische Interaktionen zeigen, während Schizotype verminderte interhemisphärische Interaktionen zeigen sollen.Methode: Die Stichprobe bestand aus 51 StudentInnen, die eine Test-Batterie, bestehend aus einem Schizotypie-Maß, drei Kreativitätstests und zwei Lateralisierungsmaßen, bearbeitet haben. Des Weiteren wurde mit Hilfe des EEG die kortikale Aktivität im Alpha-Band (8-12 Hz) während einer Ruhebedingung und eines Divergent Thinking Task (DTT) gemessen. Ergebnisse: Erhöhtes pT ging bei Männern mit stärkerer Rechtshändigkeit, einer Rechtsverschiebung der parietalen und einer Linksverschiebung der frontalen Alpha-Asymmetrie einher. Kreativitäts- und Schizotypiemaße waren nicht miteinander korreliert und zeigten auch keine Zusammenhänge mit einer verringerten linkshemisphärischen Dominanz. Kreative Männer zeigten erhöhte interhemisphärische Interaktionen während des DTT.Diskussion: Die Ergebnisse dieser Studie konnten keine Hinweise für einen Einfluss von pT auf die Hirnanatomie liefern. Weiters konnten keine Hinweise für einen Zusammenhang zwischen einem breiten Assoziationsstil und einer stärkeren rechtshemisphärischen Aktivierung gefunden werden. Verstärkte interhemisphärische Interaktionen kreativer Männer könnten durch inhibitorische oder exzitatorische Verbindungen hervorgerufen worden sein.

Zusammenfassung (Englisch)

Introduction: The first research question covered in this diploma-thesis was whether prenatal testosterone (pT) has an influence on brain lateralization. The Geschwind-Behan-Galaburda-theory (GBG-theory) suggests an association between increased levels of pT and a rightward shift in posterior grey matter asymmetry. The second research question was whether there is a connection between a loose style of associations and alterations in hemispheric dominance. Creativity and schizotypy are both hypothesized to be related to a relatively stronger right-hemispheric activation. However, while creative individuals are thought to exhibit increased interhemispheric interaction, schizotypy is thought to be related to diminished interhemispheric interaction.Method: Participants were 51 students, who completed a test-battery consisting of a measure of schizotypy, three measures of creativity and tests to determine hemispheric dominance. Further, EEG activity in the alpha band (10- 12 Hz) was recorded during resting conditions as well as during a divergent thinking task (DTT). To measure pT, the participants? digit length ratio (2D:4D) was calculated.Results: High pT was associated with stronger right-handedness, a rightward shift in parietal and a leftward shift in frontal EEG alpha power in male individuals. There was no correlation between measures of creativity and schizotypy and both were also not associated with diminished degrees of left-hemispheric dominance. Creative men exhibited increased interhemispheric coherences during the DTT.Conclusion: Results of this study do not support an influence of pT on brain anatomy, as suggested by the GBG-theory. Results of this study do also not support the hypothesis that a looseness of associations is connected to a relatively stronger right-hemispheric activation. Increased interhemispheric interaction during the DTT in men might be caused by either inhibitory or excitatory connections between left and right hemisphere.