Titelaufnahme

Titel
Attische Pendantvasen : auf der Suche nach dem Gegenstück / vorgelegt von Katharina Salicites
Verfasser/ VerfasserinSalicites, Katharina
Begutachter / BegutachterinSchwarz Gerda
Erschienen2013
Umfang126 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Athen / Vasenmalerei / Ikonographie / Geschichte 600 v. Chr.-400 v. Chr. / Athen / Vasenmalerei / Ikonographie / Geschichte 600 v. Chr.-400 v. Chr. / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-57905 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Gegenstand der vorliegenden Arbeit sind keramische Pendantvasen aus Attika. Pendantvasen sind Gefäße, die aufgrund ihrer Form und ihres Bildgehaltes Gegenstücke zueinander bilden. Diese Vasen sind mit Darstellungen geschmückt, in denen die Figuren durch Gesten direkten Kontakt zueinander aufnehmen oder deren bildlicher Inhalt miteinander logisch und einander ergänzend in Verbindung zu setzen ist. Zur ersten Kategorie zählen z.B. Lekythenpaare mit einem attackierenden Jüngling auf der Vase A, auf dem Pendant (Vase B) ist die fliehende Frau dargestellt. In die zweite Kategorie fallen Vasen mit zwei aufeinanderfolgenden Szenen, wie bei den Oinochoen des Töpfers Nikosthenes im Louvre. Die Vase A ist mit der Begrüßung des Herakles am Olymp geschmückt, in der nächsten Szene (Vase B) befindet sich Herakles nun inmitten der olympischen Götter. Die Meinungen der Forschung bezüglich der Existenz von Pendantvasen in dieser Form sind durchwachsen. Während die einen der Meinung sind, dass es in der Antike keine Pendantvasen gab, sprechen die anderen von der Möglichkeit und die nächsten von einer gesicherten Herstellung solcher Vasenpaare. Ausgehend von dieser Kontroverse, wurden zu Beginn Kriterien aufgestellt, die zur Überprüfung der Zusammengehörigkeit von Pendantvasen dienen. Im Anschluss fanden diese Prüfsteine Anwendung auf das gesammelte Material. Die herangezogenen Beispiele für Pendantvasen wurden in der Forschung diskutiert, hier erstmals gesammelt sowie ihre Zusammengehörigkeit überprüft. In die Betrachtungen wurden auch Fragen bezüglich der bevorzugten Themen, Vasentypen und dem Verwendungszweck miteinbezogen. Die Bearbeitung des Materials hat ergeben, dass Pendantvasen in den unterschiedlichsten Formen vorkamen und mit Themen geschmückt wurden, die dem jeweiligen Zeitgeist entsprachen. Sie fanden Verwendung bei Symposia, im Totenkult und bei der Hochzeit. Demzufolge waren sie Teil der tagtäglichen Realität des antiken Menschen.

Zusammenfassung (Englisch)

The subject of this thesis are ceramic companion vases from Attic pottery workshops. Companion vases can be described as vessels which consist of counterparts due to their shape, illustration and design. On these vases the main characters establish contact by gestures or the topic of a story is comparable with the other vase. Representative examples for counterparts which are formed due to gestures are lekythoi with the painting of a youngling who obviously tries to attack somebody (vase A). On vase B a fleeing woman is pictured. The oinochoai from the Nikosthenes Potter exemplifies the other group of companion vases. These vases are comparable with a comic strip which shows one scene after the other. For example on vase A you can see how Gods are welcoming Heracles to Olympus while on the next scene (vase B) Heracles is already a part of the Olympus and sits between the other gods. Companion vases are a controversial matter. On the one hand some scientists believe that in ancient times companion vases did not exist, others think that they might have existed. On the other hand some scientists act on the assumption that there has definitely been a production of such vases. Based on this dispute, first of all criteria were established which should assist a detailed scrutiny of the correlation of companion vases. Subsequently these criteria were used in the collected material. So far itemized vases were discussed in science, but now for the first time they have been assembled and their correlation checked. Furthermore basic questions like preferred topics, vase types and the designated use were clarified. The outcome of the examined material is that companion vases existed in different shapes and that they had illustrations which were in accordance with the spirit of the time. They were used at symposia, at the cult of the dead and also at weddings. Concluding it can therefore be observed that those vases were a part of the daily artifact of antic humanity.

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