Titelaufnahme

Titel
Das Recht des Familiennamens unter besonderer Berücksichtigung des KindNamRÄG 2013 / eingereicht von Christina Schnittler
Verfasser/ VerfasserinSchnittler, Christina
Begutachter / BegutachterinHinteregger, Monika
Erschienen2013
UmfangVI, 89 Bl. : Zsfassung
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Familienname / Recht / Österreich / Familienname / Recht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-57769 Persistent Identifier (URN)
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Das Recht des Familiennamens unter besonderer Berücksichtigung des KindNamRÄG 2013 [0.91 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem Recht des Familiennamens in Österreich, wobei das Hauptaugenmerk auf den durch das KindNamRÄG 2013 reformierten Regelungen liegt. Ziel der Novelle war eine Modernisierung des Namensrechts, sowie ? unter anderem ? eine Anpassung an den gesellschaftlichen Wandel, was durch flexible und liberalere Regelungen erreicht werden soll. Vor allem die Möglichkeit der Bildung von Doppelnamen für die ganze Familie stellt eine wesentliche Neuerung dar. Obwohl die Wahl eines gemeinsamen Familiennamens nach wie vor den Regelfall bilden soll, behalten die Ehegatten nun mangels Namenswahl ex lege ihren bisherigen Familiennamen bei. Dadurch wurde die Diskriminierung der Frau beseitigt, welche nach alter Rechtslage ex lege den Namen des Mannes erhielt. Die Geschlechtergleichbehandlung wurde auch beim Kindesnamen verfolgt, sodass nun subsidiär der Name der Mutter ausschlaggebend ist. Beginnend mit einer kurzen Einführung in die Funktion und Entwicklungsgeschichte des Familiennamens, folgt anschließend eine Darstellung der alten Rechtslage, wobei auf Schwachstellen eingegangen und die Neuerungen hingewiesen wird. Bevor eine genaue Analyse der Neuregelungen erfolgt, werden die europarechtlichen Vorgaben im Bereich des Namensrechts dargestellt. Dies erfolgt in Form einer Besprechung der beiden EuGH-Entscheidungen "Garcia Avello" und "Grunkin-Paul", welche sich mit der Problematik einer hinkenden Namensführung und der Anerkennung eines nach fremden Recht gebildeten Doppelnamens bei Kindern in anderen EU-Mitgliedsstaaten, deren Rechtslage diese Namensbildung unbekannt ist, beschäftigen. Bei der Darstellung der neuen Rechtslage werden schließlich Verbesserungen im Vergleich zur alten Rechtslage, aber auch weniger gelungene Neuerungen aufgezeigt.

Zusammenfassung (Englisch)

The present thesis deals with the law on family names in Austria. The main focus of this paper lies on the provisions reformed by the KindNamRÄG 2013. This amendment aims ? among others ? at the modernization of the law relating to the use of name as well as an adaption of the law to the changing developments of society in general. In order to achieve this goal, outdated provisions were replaced by more flexible and liberal regulations that can live up to the current social standards. Especially the possibility for every family member to form a compound name constitutes a very essential improvement. As a rule, the spouses shall still choose a common family name, despite according to the newly implemented provisions, one is to keep his original surname if neither a common nor compound name has been selected. The former legal framework provided that the wife is to take her husband?s name ex lege in case she did not particularly choose to retain hers. Hence, the amendment successfully removed the discrimination of women implied by this regulation. Additionally, the purpose of gender equality has been pursued regarding the child?s surname, which is why, according to the modifications made by the KindNamRÄG 2013, the mother?s surname is subsidiary decisive for the child?s. After a short introduction to the role and history of development of the family name follows a presentation of the old legal framework, in which the paper draws attention to weaknesses of the former and illustrates the innovations of the current legislation. Subsequently, the thesis examines the provisions of the European law governing naming rights by discussing the relevant judgments of the ECJ "Garcia Avello" and "Grunkin-Paul". In a final section, the present paper analyses the new legislation in-depth and demonstrates its improvements compared to the old legal framework as well as its less successful innovations.