Titelaufnahme

Titel
Die kleine Region der Gottschee von der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts bis in die 1950er Jahre : eine Darstellung mit Berücksichtigung lebensgeschichtlicher Interviews / vorgelegt von Miha Praznik
Verfasser/ VerfasserinPraznik, Miha
Begutachter / BegutachterinStaudinger Eduard
Erschienen2013
Umfang117 Bl. : Zsfassung + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
SchlagwörterGottschee / Geschichte 1850-1960 / Gottschee / Geschichte 1850-1960 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-57755 Persistent Identifier (URN)
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Die kleine Region der Gottschee von der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts bis in die 1950er Jahre [1.5 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In dieser Arbeit wurde die Fragestellung der Folgen einer Ein- und Auswanderung großer Teile der Bevölkerung innerhalb kürzester Zeit bearbeitet. Außerdem wurde der Frage nach der nationalen Identität nachgegangen. Das erste Kapitel befasst sich mit der Erinnerungskultur einer Generation auf theoretischer Basis. In diesem Kapitel wurde auf die Problematik der Interviews und deren Aussagen aufmerksam gemacht. Die Frage nach einer (eigenen) Identität wurde in diesem Kapitel nachgegangen und auf die Problematik der Begriffe wie bspw. "Kriegskinder" oder "Deutscher" aufmerksam gemacht.Das zweite Kapitel hebt die historische Ereignisgeschichte der Region der Gottschee hervor. Zwar wird auf die Besiedlung im Mittelalter eingegangen, jedoch liegt der Schwerpunkt im 19. und 20. Jahrhundert, wobei die Zeit um den Zweiten Weltkrieg noch weiter hervorgehoben wurde. Im dritten Kapitel schildern drei Personen ihre Erinnerung und ihre subjektiven Blick auf die Geschichte des Zweiten Weltkriegs und dessen Folgen. Die Aussagen der Personen relativen die Ergebnisse aus literarischen Quellen, die vornehmlich die Ereignisse der politisch engagierten Personen hervorheben, und demnach überproportional in der Ereignisgeschichte vertreten sind. In diesem Kapitel wird auch erneut auf die Identität der Volksgruppen sowie Interpretationen von Nationalitäten und Volksgruppen eingegangen. Dabei entsteht wiederum ein Kontrast zwischen Literatur und den Aussagen von den Interviewpartnern, die in der Mentalität keine Unterschiede zwischen den Gottscheeren abgesehen von der Sprache zu sehen scheinen. Man schätzt die Nachbarschaft unabhängig von der Muttersprache.

Zusammenfassung (Englisch)

In this thesis the question of the effects of people migrating within a short timeframe was researched. In order to answer this question, the effects of identifying with a nationality were also researched. The first chapter explains, theoretically, the commemorative culture of a generation and the problems they face through interviews and the statements received from these interviews. The focus lies on the questions: What was the interviewer?s identity, and how were terms like "war children" or "German" problematic for their own identification?The second chapter focuses on the history of events in the small region of the Gottschee. Although the period of colonization in the middle ages was researched, the 19th and 20th centuries are emphasized with a more detailed focus on the time surrounding World War II.The third chapter revolves on three people who agreed to share their subjective memories and views from World War II. Their statements actually challenge the traditional sources found in popular literature. Politically active people leave more of these sources, and therefore are more disproportionally mentioned in the history of events. This chapter also centers on the identity and interpretations of a nationality. However, this emphasis also varies between the statements and the literature. The interviewees themselves don?t see a difference between the peoples except for the language. Independent of whether the person speaks Gottschee or Slovene, the bonding between neighbors never diminished.