Titelaufnahme

Titel
Bauernopfer - Bauerntäter : Feldpostbriefe eines steirischen Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg / eingereicht von Ronald Posch
Verfasser/ VerfasserinPosch, Ronald In der Gemeinsamen Normdatei der DNB nachschlagen
Begutachter / BegutachterinKonrad, Helmut ; Binder, Dieter-Anton
Erschienen2013
Umfang394 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) + 2 CD-ROM ; Ill., graph. Darst., Kt.
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Steiermark / Soldat / Feldpostbrief / Geschichte 1939-1945 / Steiermark / Soldat / Feldpostbrief / Geschichte 1939-1945 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-55636 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Bauernopfer - Bauerntäter [9.03 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Bauernopfer ? Bauerntäter ist eine biographische Annäherung an den Zweiten Weltkrieg mit Hilfe der Primärquelle Feldpostbrief. So wie Feldpostbriefe heute in Archiven vorliegen, geben sie wenig Hintergrundinformation über die Schreiber, ihre Erziehung, ihre schulische und berufliche Laufbahn, weshalb eine biographische Annäherung an das Thema aufschlussreicher ist. Mit meinen persönlichen biographischen Zugang ermögliche ich es die Briefe in jeglicher Hinsicht in einen historischen Rahmen einzuflechten, somit auch das Handeln eines "einfachen Mannes" im Krieg in einen umfassenden Referenzrahmen der Vergangenheit zu setzen. Persönliche Zeugnisse, wie Briefe und Fotos, reden die Sprache der Zeit und der Welt, aus der sie stammen. Die nationalsozialistische Zeit gewinnt somit Kontur durch die Rekonstruktion der Feldpostbriefe eines steirischen Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg. Dabei sind mir Lücken der Quelle, wie die inneren und äußeren Zensur, oder die vermeintliche Realitätsabbildung, bewusst. Der Brief ist eine Konstruktion von Wirklichkeit unter äußeren und inneren zensierenden Bedingungen für jeweils eine Kommunikationspartnerschaft. Doch werden die Lücken mit meiner Forschungsmethode so gut wie möglich geschlossen. Denn für die biographische Rekonstruktion vom Hauptakteur und den Geschehnissen in seinem Heimatdorf Rettenegg, und seiner Gebirgsjägereinheit werden, neben den Feldpostbriefen, Quellen aus seinem Dorf sowie aus seiner Wehrmachtseinheit herangezogen. Mit dieser Herangehensweise kann ich meine zentrale Forschungsfrage beantworten, die der Wahrnehmung des Krieges eines "einfachen Soldaten"auf die Spur kommen will, denn den "einfachen Menschen" kommt man in der Kombination von Feldpostbriefen und den von mir verwendeten weiteren Quellen und der Sekundärliteratur sehr nahe. Meine Arbeit ist eine Fallrekonstruktion eines deutschen Wehrmachtssoldaten, sein Leben ist typisch und zugleich unverwechselbar.

Zusammenfassung (Englisch)

Pawn Sacrifice ? Pawn Perpetrator is a biographical approach to the Second World War with the use of fieldpost letters as the main source. To use fieldpost letters play an important role as a source to describe the Second World War?s "unmentioned". Not all the impressions of war could be provided with sense. That is why the "unmentioned" is particularly interesting. Sometimes one phrase in a letter is enough to show the writer?s attitude. Henceforth, letters are an important source in understanding the life of "ordinary soldiers", to get closer to their survival strategies, and to construe the "reference frame" of war. Fieldpost letters exist in archives today, but without any information about their writers, whether we speak of their education, their origin, or their social status and working background. Thus, my aim was to determine a biographical approach to using these difficult sources. Johann Posch will be the main character in the dissertation, and his fieldpost letters will be placed in a biographic and historical frame. Thereby I will break open the factitious separation between the military and the civil approach within the Second World War research. Soldiers? personal sources, such as pictures and letters, speak the language of their time. My main source has its limitations, i.e. the fact that soldiers create their own world (Gegenwelt) in their letters. Nevertheless, fieldpost letters remain an important source if they are embedded in a historical and social framework. Historians may draw a contemporary sense of the time in which the letters were written. My methodological approach in creating a biographical framework brings us close to a single soldier. With this approach I will answer my central research questions regarding life of an ordinary soldier and his family. Moreover, with my biographical reconstruction will complement the truth on war, giving an unknown soldier a face and a name, and his place in history.