Titelaufnahme

Titel
Charles Baudelaire und Jacques Réda : zwei Flaneure und Verfasser literarischer Flanerien im Vergleich / vorgelegt von Ingrid Schober
Verfasser/ VerfasserinSchober, Ingrid
Begutachter / BegutachterinPoier-Bernhard, Astrid
Erschienen2014
Umfang92 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) + CD-ROM ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2014
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Baudelaire, Charles / Réda, Jacques / Flaneur / Baudelaire, Charles / Réda, Jacques / Flaneur / Online-Publikation / Baudelaire, Charles <Le spleen de Paris> / Réda, Jacques <Les ruines de Paris> / Flaneur <Motiv> / Baudelaire, Charles <Le spleen de Paris> / Réda, Jacques <Les ruines de Paris> / Flaneur <Motiv> / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-55565 Persistent Identifier (URN)
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Charles Baudelaire und Jacques Réda [0.6 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Figur des Flaneurs ist ein fester Bestandteil der französischen Literaturgeschichte. Wie kam es dazu, dass diese Sozialfigur des 19. Jahrhunderts zu einer Figur der Literaturgeschichte wurde? Hat der reale Flaneur mit der Transposition in die Literatur irgendwann aufgehört zu existieren oder gibt es ihn tatsächlich noch immer? Der erste Teil dieser Arbeit beschäftigt sich mit diesen Fragen und ist dem Begriff des Flaneurs gewidmet. Durch die wortetymologische Entwicklung und zwei philosophische Abgrenzungsversuche des Begriffes wird veranschaulicht, dass sich der Terminus und seine Bedeutungen im Laufe der Zeit in verschiedene Richtungen weiterentwickelt haben. Verdeutlicht wird, dass es unverzichtbar ist, die Kunstfigur des Flaneurs von der Sozialfigur zu unterscheiden und dass es folglich schwierig ist, eine alleingültige Definition für den Flaneur zu finden. Ein wichtiger Abschnitt des ersten Teiles ist der Begriffsentwicklung der literarischen Flanerie und des flanierenden Denkens gewidmet. Im zweiten Abschnitt der Arbeit werden mit Charles Baudelaire und Jacques Réda zwei Verfasser bekannter literarischer Flanerien vorgestellt. In den Biographien wird das Hauptaugenmerk auf Details gelegt, die die beiden Schriftsteller auch als Flaneure des realen Lebens darstellen. Der dritte Teil konzentriert sich auf die Analyse von Baudelaires Petits poèmes en prose und Rédas Ruines de Paris. Ein erster Abschnitt gibt Aufschluss darüber, warum es sich bei den beiden Sammlungen um Paradebeispiele der literarischen Flanerie handelt. Ein zweiter Abschnitt beleuchtet, warum die Wahl der Textsorte bei den Autoren auf das Prosagedicht fiel und ob sich dahinter ähnliche Motive verbergen. Außerdem wird auf die Funktionen der Texte in den beiden Sammlungen eingegangen. Der letzte Abschnitt der Analyse beschäftigt sich mit der ideologischen Funktion des Erzählers und deckt mögliche Botschaften der Autoren auf, die sie durch ihre Flaneur-Erzähler an den Leser übermitteln wollten.

Zusammenfassung (Englisch)

The character of the flâneur is a permanent element in French literary studies. What happened that a historical character of the 19th century became a literary one? Did the real flâneur disappear at the point of transposition in literature, or does he still exist? The first part of this thesis deals with these questions and is dedicated to the term of flâneur. The etymological development of the term, as well as two attempts of a philosophical definition of the concept will show that over the course of time the term of flâneur, together with its significations has evolved in many different ways. The presence of both, a historical and a literary figure, makes it impossible to find one clear definition for the flâneur. An important section is dedicated to the development of the terms of literary flânerie and perambulatory thinking. In the second part of the thesis two French authors who composed typical examples of literary flâneries are introduced ? Charles Baudelaire and Jacques Réda. Within this thesis events of their biographies are presented in such a way which identifies them as real flâneurs as well. The third part focuses on the analysis of Baudelaires Petits poèmes en prose and Rédas collection of poems in prose Les Ruines de Paris. The first section discusses the question, why those two collections are examples for literary flâneries. The second section examines the authors? choice of poems in prose as form of their texts and their possible motives for that. Besides that, attention is paid to the functions of the texts. The last part of the analysis is dedicated to the ideological function of the narrator and uncovers and finds possible messages of the authors to their readers.