Titelaufnahme

Titel
Explizite und implizite Vorurteile gegenüber Körperbehinderten in Abhängigkeit von der Kontakthäufigkeit / Gerber Harald
Verfasser/ VerfasserinGerber, Harald
Begutachter / BegutachterinAthenstaedt Ursula
Erschienen2013
Umfang95 Bl. : 2 Zsfassungen ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Körperbehinderung / Stereotyp / Körperbehinderung / Stereotyp / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-55523 Persistent Identifier (URN)
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Explizite und implizite Vorurteile gegenüber Körperbehinderten in Abhängigkeit von der Kontakthäufigkeit [0.9 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Zusammenfassung Stereotype und Vorurteile gegenüber sozialen Gruppen sind nach wie vor fester Bestandteil unserer Gesellschaft. Eine Möglichkeit Vorurteile zu reduzieren, ist der Kontakt mit Personen der vorurteilsbehafteten Gruppe. Durch Kontakt besteht die Möglichkeit über die Fremdgruppe zu lernen, Bindungen aufzubauen, Ängste abzubauen und die Eigen- und Fremdgruppe neu zu bewerten. Die vorliegende Studie untersucht explizite (bewusste) und implizite (unbewusste) Stereotype sowie explizite Vorurteile gegenüber Körperbehinderten, unter Berücksichtigung der Kontakthäufigkeit mit körperbehinderten Menschen. Implizite Stereotype wurden bei der Hälfte der Untersuchungsteilnehmenden mit einem sequentiellen subliminalen (unbewussten) Primingverfahren mit lexikalischer Entscheidungsaufgabe erhoben, während die andere Hälfte neutral geprimt wurde. Gemessen wurden dabei Reaktionszeiten auf Stereotype, die dem Stereotype Content Modell entnommen worden waren, nach dem Priming auf Körperbehinderung vs. dem neutralem Priming. Angenommen wurde, dass Personen mit intensivem Kontakt zu Körperbehinderten weniger explizite Stereotype und Vorurteile zeigen und implizit schneller auf positive Stereotype reagieren als Personen mit geringem Kontakt zu Körperbehinderten. Zudem, dass nur Personen mit geringem Kontakt durch Priming implizit beeinflusst werden. Untersucht wurden 100 Personen mit intensivem oder geringem Kontakt zu Körperbehinderten. Explizite Stereotype und Vorurteile wurden mit Fragebögen erhoben. Die Ergebnisse zeigten, dass Untersuchungsteilnehmende Körperbehinderte explizit als weniger positiv stereotypisierten als Personen mit geringem Kontakt zu Körperbehinderten, implizite Einstellungsmessungen zeigten keine Effekte der Assoziationsstärke. Das Priming zeigte keinen Einfluss auf die Beurteilung Körperbehinderter.

Zusammenfassung (Englisch)

AbstractStereotype and prejudice against social groups are still an essential element of our society. A possibility to reduce prejudices is provided, by getting into contact with the prejudiced group. Contacts with prejudiced group members helps to learn more about this group, to build up relationships, to reduce fears and to reevaluate both the in- and the outgroup. The present studies investigated the explicit (conscious) and implicit (unconscious) stereotypes as well as explicit prejudice towards disabled persons, taking into consideration the contact frequency with disabled persons. Implicit stereotypes were measured with a sequential subliminal (unaware) primary procedure that included a lexical decision task. Half of the participants received a disability priming (the other half a neutral priming) and reacted then to stereotypes with based upon the stereotype content model. It was expected that people who have an intensive contact with disabled persons show less explicit stereotypes and prejudice and stronger associations with positive implicit stereotypes, that people who have less contact to disabled persons. Furthermore, I hypothesized, that only people with less contact would be influenced by the priming. The sample consisted of hundred persons with intensive or minor contact to disabled persons. Explicit stereotypes and prejudice were measured with a questionnaire. The results showed that individuals with more contact with disabled persons expressed explicitly more stereotypes towards them compared to individuals with less contact. The priming showed no effects and there were also no effects on stronger implicit stereotypical associations.