Titelaufnahme

Titel
Von Lumpen, Holländern und Wanderjahren : technische Entwicklungen und deren Verbreitung am Beispiel der Papierherstellung / vorgelegt von Gernot Lecaks
Verfasser/ VerfasserinLecaks, Gernot
Begutachter / BegutachterinPieper, Renate
Erschienen2014
Umfang87 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Papierherstellung / Technischer Fortschritt / Geschichte / Papierherstellung / Technischer Fortschritt / Geschichte / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-55469 Persistent Identifier (URN)
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Von Lumpen, Holländern und Wanderjahren [4.57 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In der vorliegenden Arbeit soll untersucht werden, auf welche Art und Weise sich das Wissen sowohl um die Papierherstellung selbst, als auch um die technischen Entwicklungen in der Papierherstellung, verbreitet hat. Neben den Arbeitsabläufen in einer traditionellen Bütte werden auch die dafür benötigten Rohstoffe sowie Arbeitskräfte besprochen. Einer kritischen Betrachtung werden die technischen Entwicklungen, welche in den Papiermühlen Einzug gehalten haben, sowie deren Zusammenhang mit wirtschaftlichen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen unterzogen. Dabei werden Arbeitszeit, Arbeitsaufwand, Kosten und Personal besprochen und einander gegenübergestellt. Schließlich wird auf die Verbreitung des technischen Wissens eingegangen und aufgezeigt wie Wissen importiert wurde, was unternommen wurde, damit Wissen nicht nach außen dringen konnte und welche Institutionen gegründet wurden, um technisches Wissen zu erforschen und zu verbreiten. Auch wird auf Ausbildung und Tradition der Papierer eingegangen sowie die teilweise seltsam anmutenden Regeln der Gesellen besprochen. Klar erkennbar wird in dieser Arbeit, dass trotz rigider Vorsichtsmaßnahmen der Papierer, ihrer Traditionen und Zünfte sich Wissen verbreitet hat. Sei es durch die vorgeschrieben Wanderschaft der Gesellen, welche in der Fremde in unbekannten Papiermühlen arbeiten mußten und dabei unausweichlich dort verwendete Techniken sahen beziehungsweise bei der Arbeit ihre Techniken zwangsläufig preisgaben, oder durch die gezielte Abwerbung von Papierern im Ausland. Auch die aufkommenden Akademien trugen ab dem 18. Jahrhundert gezielt zur Erforschung und Weitergabe von Wissen bei. Ungeahnt bleibt jedoch, wie sehr alte Traditionen, Handwerks- oder Zunfteide den Einzug des technischen Fortschritt in die Werkräume der Papiermühlen gehemmt haben.

Zusammenfassung (Englisch)

The present paper shall present how the knowledge about paper production as well as technical developments within paper production have spread over time. Besides describing the different steps in the process of paper making in a traditional paper mill, the paper shall also look at raw materials and the labour force necessary. Further, the technical development introduced into paper making will be critically appraised and put into context of its wider micro- and macro-economic as well as its social ramifications. In doing so, working hours, efforts of manufacturing, costs and labour will be discussed and juxtaposed. Finally, the spread of knowledge will be delved into and it shall be shown how knowledge was imported, what was done to prevent the leaking of knowledge to outsiders and what institutions were founded in turn for the research and spread of its knowledge. Equally, the apprenticeship and traditions of paper makers as well the somewhat quaint rules of the journeymen will be covered. It emerges clearly that knowledge spread albeit the rigorous precautions taken by the paper makers through their traditions and craft guilds. Partly, this was owed to the journeyman years whereby the knaves had to go abroad and work in paper mills unknown to them, thereby inevitably seeing new techniques as well as needs must showing their own techniques in the process of working, and partly also, to the targeted enticement of paper makers from abroad. Moreover, the emerging academies contributed, from the 18th c. onwards, to the research and the spread of knowledge. As yet, it cannot be ascertained exactly how much old traditions, craftsman and guild oaths may have hindered the introduction of technological progress to the workshops of the paper mills.