Titelaufnahme

Titel
Geschützte Herkunftsbezeichnungen: Zwischen Markenbildung und Regionalentwicklung - die Auswirkungen der "geschützten geografischen Angabe" am Beispiel "Steirisches Kürbiskernöl" / Armin Kaufmann ; Andreas Schlögl
Verfasser/ VerfasserinKaufmann, Armin ; Schlögl, Andreas
Begutachter / BegutachterinSteiner, Gerald
Erschienen2013
UmfangVII, 141 Bl. : Zsfassung (2 Bl.) + 1 CD ; graph. Darst., Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Marke / Regionalentwicklung / Marke / Regionalentwicklung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-55096 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Geschützte Herkunftsbezeichnungen: Zwischen Markenbildung und Regionalentwicklung - die Auswirkungen der "geschützten geografischen Angabe" am Beispiel "Steirisches Kürbiskernöl" [2.2 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Verordnung (EWG) Nr. 2081/1992 "zum Schutz von geografischen Angaben und Ursprungsbezeichnungen für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel" greift zwei Probleme der Lebensmittelmärkte in der Europäischen Union auf. Produzenten sind mit steigendem Wettbewerb und zunehmendem Preisdruck konfrontiert, während hohe, einheitliche Qualitäts- und Umweltstandards eine gewisse "Uniformität" von Lebensmitteln bewirken. Dahingehend sind Produkte aufgrund von objektiv nachvollziehbaren Kriterien kaum voneinander abzugrenzen. Im gleichen Zug stehen Konsumenten dem Problem gegenüber, dass eindeutige und nachvollziehbare Produktinformationen für ihre Kaufentscheidung immer schwieriger einzuholen sind. Um diesen Problemen entgegenzuwirken, wurde durch die Verordnung (EWG) Nr. 2081/1992 ein rechtlicher Rahmen für Lebensmittelproduzenten geschaffen, um Produkte mit einem traditionellen Bezug zur Herkunftsregion umfangreich zu schützen, regionale Wertschöpfung zu stärken und gleichzeitig Konsumenten vor Irreführung zu schützen. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wird mittels Literaturanalyse ein konzeptionelles Framework erstellt, um die Wirkungsweise einer geschützten Herkunftsbezeichnung anhand eines Fallbeispiels über "Steirisches Kürbiskernöl g.g.A." untersuchen zu können. Zu diesem Zweck wurden eine Produzenten- wie auch eine Konsumentenbefragung durchgeführt. Die vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass die Zertifizierung einer "geschützten geografischen Angabe" im Fall von steirischem Kürbiskernöl einen geeigneten Rahmen darstellt, um den entsprechenden Zielen für die involvierten Produzenten gerecht zu werden. Weiters hat sich herausgestellt, dass die Kriterien der geschützten Herkunftsbezeichnung von den Konsumenten zwar richtig wahrgenommen werden, jedoch ist die Bekanntheit der Zertifizierung sehr gering. Der Erfolg der geschützten geografischen Angabe im vorliegenden Fall ist mehr auf die spezifische Umsetzung zurückzuführen als auf die Zertifizierung an sich.

Zusammenfassung (Englisch)

The Council Regulation (EEC) No 2081/1992 "on the protection of geographical indications and designations of origin for agricultural products and foodstuffs" addresses two problems of food markets in the European Union. Producers are facing increasing competition and downward pressure on prices, while high, uniform quality and environmental standards lead to a certain "uniformity" of foodstuffs. As a result, products can hardly be distinguished from each other on the basis of objectively verifiable criteria. Therefore consumers are faced with the problem that clear and comprehensible product informations for their purchase decisions are difficult to obtain. To address these problems, by Regulation (EEC) No 2081/1992 a legal framework for food producers was created to protect products with a traditional reference to the origin region extensively as well as to strengthen regional economy and protecting consumers from being misled. In the present work, a conceptual framework, based on literature analysis, is created to investigate the effectiveness of a protected designation of origin in a case study on "Styrian Pumpkin Seed Oil PGI". For this purpose, a producer- as well as a consumer-survey were conducted. The present results show that the certification of a "protected geographical indication", in the case of pumpkin seed oil, is a suitable framework to meet the corresponding targets for the involved producers. Furthermore, it has been found that the criteria of protected designation of origin are perceived correctly by consumers, whereas the recognition of certification is very low. The success of the protected geographical indication in the present case is more affiliated to the specific implementation rather than the certification itself.