Titelaufnahme

Titel
Making deals with the enemy : partisan-German contacts and prisoner exchanges in Yugoslavia 1941-1945 / eingereicht von Gaj Trifkovic
Verfasser/ VerfasserinTrifkovic, Gaj
Begutachter / BegutachterinBeer Siegfried ; Bieber David Florian
Erschienen2013
Umfang414 S. : Zsfassung + 1 CD-ROM ; Ill, Kt.
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheEnglisch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Jugoslawien / Gefangenenaustausch / Kriegsgefangener / Geschichte 1941-1945 / Jugoslawien / Gefangenenaustausch / Kriegsgefangener / Geschichte 1941-1945 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-55033 Persistent Identifier (URN)
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Making deals with the enemy [7.89 mb]
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Der Zweite Weltkrieg im ehemaligen Jugoslawien war zugleich ein Befreiungskrieg, ein Revolutionskrieg und ein Bürgerkrieg. Die gegenseitige Bekämpfung einer Vielzahl der Fraktionen verschiedenster politischer, ideologischer, ethnischer und religiöser Färbung hat die Art und Weise in welcher der Krieg geführt wurde, eindeutig gestaltet. Das Ergebnis des Krieges ist bekannt: eine enorme Opferzahl (ca. 1.1 Million, fast 10 Prozent der Vorkriegsbevölkerung) und die Bestätigung der Stereotypen über diese Region, als das Land wo Krieg immer ein "totaler Krieg" war, wo das Kriegsrecht schon immer ein totes Recht war, und wo die Zivilisten das eigentliche Hauptziel der Kriegshandlungen sind. Die Nachkriegsliteratur, die sowohl im sozialistischen Jugoslawien als auch in Deutschland und Österreich erschienen worden ist, scheint dieses Bild zu bestätigen. Die beiden Seiten beschuldigten sich gegenseitig für zahlreiche Völkerrechtsverletzungen, insbesondere im Bezug auf die Behandlung der Gefangenen. Tatsächlich war das Schicksal dieser Leute furchtbar. In diesem, sonst wie in anderen Guerillakriegen, wurden die gefangene Gegner routinemäßig niedergemacht: Nach Ansicht beider Parteien stand der Feind außerhalb des Schutzes des Völkerrechts. Hunderte von Gefangenen konnten jedoch noch während des Krieges die Gefangenschaft lebendig verlassen, dank dem Gebrauch des Gefangenenaustausches. Als es sich erwiesen hat, dass die beiden Seiten bei den Austauschen überall im Lande im guten Glauben handelten, war sogar eine neutrale Zone südlich von Zagreb errichtet worden, wo die letzten Gefangenen im April 1945 ausgetauscht wurden. Die Kontakte, die in dieser Weise zwischen den beiden Gegnern hergestellt wurden, gingen weit über die bloße Rettung des Lebens ihrer Soldaten hinaus. Mache Aspekte dieser Gespräche mussten über vierzig Jahre warten, bevor sie von der Historiografie behandelt werden durften.

Zusammenfassung (Englisch)

The Second World War in Yugoslavia was a brutal affair, combining elements of liberation war, civil war and ideological war. It was to a large degree a conflict of unrestrained violence, one that did not recognize the distinction between combatant and non-combatant. In these circumstances, captives on all sides could not hope for fair treatment. Since the prisoners? lot could not be bettered by invoking international law or principles of humanity, the only remaining option was to appeal to enemy?s self-interest. Frequent exchanges of able-bodied prisoners between the occupation forces and a resistance movement, partly through a cartel negotiated directly between their high commands, was a distinctive feature of the Second World War in Yugoslavia. What started as isolated cases, motivated by a spontaneous desire to save captured compatriots, soon evolved into a complex affair involving propaganda and intelligence issues, as well as political talks between two ideological arch-enemies. This dissertation is the first attempt to give a comprehensive, non-ideological survey of the topic, which is neglected in former Yugoslav historiography and is virtually unknown to the public in the West.