Titelaufnahme

Titel
Linguistic functions of head and body movements in Austrian sign language (ÖGS) : a corpus-based analysis / eingereicht von Andrea Lackner
Verfasser/ VerfasserinLackner, Andrea
Begutachter / BegutachterinHurch Bernhard ; Wilbur Ronnie
Erschienen2013
Umfang415 Bl. : Zsfassung ; Ill, graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheEnglisch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Österreichische Gebärdensprache / Bewegung / Österreichische Gebärdensprache / Bewegung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-46641 Persistent Identifier (URN)
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Linguistic functions of head and body movements in Austrian sign language (ÖGS) [4.63 mb]
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Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Dissertation ist eine korpusbasierte Beschreibung und Analyse verschiedener Kopf- und Körperbewegungen in der Österreichischen Gebärdensprache (ÖGS).Einem empirisch-induktiven Ansatz folgend, werden zuerst sprachrelevante Kopf- und Körperbewegungen von muttersprachlichen Informanten identifiziert und beschrieben. Im Anschluss wird jede Kopf- und Körperbewegung hinsichtlich ihrer Form, ihrer Funktion, ihrem Auftreten in verschiedenen Kontexten und ihrer Kookkurrenz mit anderen nicht-manuellen Komponenten analysiert. In der Folge werden die Kopf- und Körperbewegungen anhand ihrer Charakteristika klassifiziert. Generalisierungen zeigen das Ausmaß, in dem die non-manuellen Indikatoren in die Struktur der ÖGS integriert sind.Die identifizierten Kopf- und Körperbewegungen lassen sich in drei Gruppen kategorisieren. Parameter der Klassifizierung sind neben der Funktion auch die Regelmäßigkeit der Bewegungsausführung und die Beziehung der non-manuellen Marker zum Gebärdenraum. Die erste Gruppe umfasst jene Kopf- und Körperbewegungen, welche Negation, Assertion, Interrogativität, Irrealität und Konditionalität ausdrücken und regelmäßig in ihrer Ausführung sind. Der zweiten Gruppe gehören jene Sprachelemente an, die auf den Gebärdenraum kalibriert sind und folglich den Artikulator wechseln können. Sie werden eingesetzt, um hypothetische Gedanken oder Alternativen anzuzeigen. Die dritte Gruppe enthält jene Kopf- und Körperbewegungen, welche vorrangig epistemische Modalität kodieren und unregelmäßig in der Art der Ausführung sind.Die wichtigsten Ergebnissen der Arbeit sind: Die bisher in der Forschung wenig beachteten Kopfmarker zählen zu den meist strukturierten nicht-manuellen Komponenten in der ÖGS. Bestimmte Sprachfunktionen, welche eine semantische Kontiguität aufweisen, werden mit demselben Kopfmarker kodiert.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis presents various functions of head and body movements in Austrian Sign Language (ÖGS) identified within a corpus-based analysis.With regard to methodology, an empirical and inductive approach was followed. First, head and body movements recorded in narratives and lectures from 13 fluent ÖGS signers were identified by various Deaf annotators. They were described with regard to their form, meaning, context of occurrence and co-occurrence with other markers. Based on the common characteristics three groups of markers were identified: the first comprises headshakes coding negation, implying negative contrast, expressing lack of knowledge in wh-questions, incredibility and a few more, head nods coding assertion and implying positive contrast, chin down indicating direct polar questions, chin up and/or head forward indicating direct and embedded content questions, head forward coding embedded polar interrogatives and also conditionals, and head backward coding a special interrogative. The second group includes head and body markers which have in common that they are directed by the signing space. They are used to indicate hypothetical thoughts and alternatives. The third classified group is a set of head and body markers used to code modality. It includes an assertive head marker, a non-assertive head marker, a speculative body marker, a timitive head marker (all coding epistemic modality) and a possibility marker (coding deontic modality).The thesis concludes with summarizing that the ?head? is one of the most structured non-manual markers in ÖGS. It is of special interest that different constructions are indicated by the same marker. For instance, positioning the head forward can indicate interrogativity, irreality, conditionality, and exclamation ? all together functions which show semantic contiguity/relation.