Titelaufnahme

Titel
Ist COOL noch cool? : warum Cooperatives Offenes Lernen trotz Hattie sinnvoll ist / Thomas Gutl
Verfasser/ VerfasserinGutl, Thomas
Begutachter / BegutachterinStock, Michaela
Erschienen2013
Umfang87 Bl. : Zsfassung (2 Bl.) ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Kooperatives Lernen / Offener Unterricht / Kooperatives Lernen / Offener Unterricht / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-46574 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Im Jahr 2009 veröffentlichte John Hattie seine Metastudie "Visible Learning", dieser liegen über 50.000 Studien zu Grunde. Hattie identifiziert 138 Einflussfaktoren, welche die Lernleistung von Schülerinnen und Schülern beeinflussen. Diese reiht er nach deren Effektmaß und versucht dadurch aufzuzeigen, was am besten funktioniert, bzw. welche Methoden am effektivsten sind. Reformpädagogische Ansätze wie beispielsweise offenes Lernen weisen ein geringes Effektmaß auf und führen demnach nur zu geringen kognitiven Lernzuwächsen bei den Lernenden. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, inwiefern es noch sinnvoll ist, den Unterricht nach reformpädagogischen Gesichtspunkten aufzubauen. Im Speziellen wird in der vorliegenden Masterarbeit der Frage nachgegangen, ob das in den Lehrplänen der Handelsakademie verankerte Cooperative Offene Lernen weiterhin praktiziert werden soll, oder ob es durch Hatties Unterrichtsstil der direkten Instruktion zu ersetzen ist. Die vorliegende Masterarbeit erläutert daher zunächst COOL, danach wird auf Hatties Vorstellungen von gutem Unterricht eingegangen und anschließend werden COOL und Hatties Unterrichtskonzept gegenübergestellt. Eine nähere Betrachtung der beiden Unterrichtsstile zeigt, dass die auf den ersten Blick konträren Unterrichtsansätze einige Gemeinsamkeiten aufweisen. Es zeigt sich, dass viele von Hatties Vorstellungen betreffend guten Unterricht ebenfalls der Reformpädagogik zugeordnet werden können. Weiters wird in der vorliegenden Masterarbeit die teilweise in den Medien berichtete Unwirksamkeit reformpädagogischer Unterrichtsmethoden widerlegt. Dies zeigt eine nähere Betrachtung der Hattie Studie und deren Restriktionen in Verbindung mit aktuellen Forschungsergebnissen zu COOL. Die Masterarbeit zeigt, dass eine Reduktion von Hatties Studie auf deren Rangliste der Einflussfaktoren und deren Effektmaße jedenfalls zu vermeiden ist.

Zusammenfassung (Englisch)

In 2009, John Hattie published the meta-analysis "Visible Learning". This meta-analysis contains more than 50.000 studies. Hattie identified 138 factors which influence the learning outcomes of students. In order to illustrate what works best, Hattie ranked the 138 items according to the extent of their impact. Methods like open learning scored low ranks in Hatties study because they led to a small cognitive learning progress for the students. This raises the question if methods like open learning should still be used in classes. In particular, this master thesis examines if cooperative open learning should be replaced by Hatties concept of direct instruction or not. At first this master thesis defines COOL and Hatties teaching concept. After that the two teaching concepts are compared to each other. At first glance, it seems that there are no similarities between these two teaching concepts, but a closer analysis shows that there are more matching items than expected. Many items, which Hattie identified as essential for good teaching, could easily be matched to the progressive educational movement of teaching. The present master thesis demonstrates that teaching students according to the objectives of the progressive educational movement proved to be effective. This has been pointed out by a closer examination of Hatties study and its limitations in comparison with current study results concerning COOL. Considering the restrictions of Hatties meta-analysis, the current master thesis shows that limiting Hatties meta-analysis to the ranking of the 138 items that influence the learning outcome of students must be avoided. Otherwise open learning would falsely be labeled as ineffective. The present master thesis illustrates that it is essential to be aware of the limitations of Hatties study before decisions are made based on its results.