Titelaufnahme

Titel
Neuronale Korrelate visueller und verbaler Verarbeitungsstile bei der Aufgabe Zahlenspanne rückwärts / vorgelegt von Michaela Magg
Verfasser/ VerfasserinMagg, Michaela
Begutachter / BegutachterinFink Andreas
Erschienen2013
Umfang67 Bl. : Zsfassung ; Ill, graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Arbeitsgedächtnis / Zahl / Hirnfunktion / Funktionelle Kernspintomografie / Arbeitsgedächtnis / Zahl / Hirnfunktion / Funktionelle Kernspintomografie / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-46566 Persistent Identifier (URN)
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Neuronale Korrelate visueller und verbaler Verarbeitungsstile bei der Aufgabe Zahlenspanne rückwärts [0.86 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In der vorliegenden Studie werden neuronale Korrelate visueller und verbaler Verarbeitungsstrategien bei der Arbeitsgedächtnisaufgabe Zahlenspanne rückwärts mittels Magnetresonanztomographie untersucht. Bislang vorliegende Befunde deuten darauf hin, dass Personen Aufgaben, unabhängig davon, ob diese visuell oder akustisch präsentiert wurden, mit Hilfe ihrer bevorzugten kognitiven Strategie lösen. Demnach würden etwa Verbalisierer bei visuell präsentierten Aufgaben höhere Aktivierungen in Gehirnarealen, die vor allem bei der verbalen Verarbeitung beteiligt sind, aufweisen. Visualisierer würden jedoch im Gegensatz dazu, bei verbal dargebotenen Aufgaben vermehrt Aktivierungen in Gehirnarealen aufweisen, die an der visuell-räumlichen Verarbeitung beteiligt sind. An der vorliegenden Untersuchung nahmen 35 gesunde, rechtshändige Personen mit einem Durchschnittsalter von 22 Jahren teil. Die Ergebnisse unserer Studie zeigen, dass Personen mit der Tendenz zum Verbalisieren (bzw. mit einer weniger stark ausgeprägten Tendenz zum Visualisieren) stärkere Aktivierungen vor allem im bilateralen medialen Frontalgyrus, im bilateralen Cerebellum, im rechten Gyrus postzentralis und im rechten medialen Okzipitalgyrus aufweisen als Personen mit der Tendenz zum Visualisieren. Das bedeutet, dass Verbalisierer stärkere Aktivierungen vor allem in Gehirnarealen, die mit dem Arbeitsgedächtnis in Verbindung gebracht werden, zeigen. Die vorgefundenen Aktivierungen in rechtshemisphärischen parietalen Regionen und im temporoparietalen Übergang lassen vermuten, dass es, bedingt durch die Aufgabe Zahlenspanne rückwärts, zu Aktivierungen in einem Aufmerksamkeitsnetzwerk kommt.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this functional magnetic resonance imaging (fMRI) study was to investigate the influence of the preferred cognitive strategy on functional brain activity patterns during performance of the digit span backward task. Previous studies have indicated that regardless of the presentation modality persons use their preferred cognitive strategy in solving a working memory task. That means for instance that verbalizers tend to show stronger activations in brain areas associated with language while performing visual tasks. On the other hand, visualizers tend to show stronger activations in brain areas associated with visuospatial processing in the performance of verbal tasks. In this study we examined a group of 35 healthy and right-handed students at the average age of 22.The results revealed a stronger activation in the bilateral medial frontal gyrus and cerebellum and in the right hemisphere in the postcentral gyrus and in the medial occipital gyrus of persons who describe themselves as verbalizers (or as low visualizers, respectively) as compared to persons who describe themselves as visualizers. In conclusion, our results indicate that concerning verbalizers stronger activations can be observed in brain areas associated with working memory processes. Activations in the right parietal lobule and temporo-parietal junction probably indicate an involvement of attentional network systems.