Titelaufnahme

Titel
Stress und psychosomatische Beschwerden in Assoziation mit nächtlicher Herzratenvariabilität unter zusätzlicher Betrachtung von sportlicher Aktivität / vorgelegt von Doris Kröll
Verfasser/ VerfasserinKroell, Doris
Begutachter / BegutachterinSchwerdtfeger, Andreas
Erschienen2014
UmfangVII, 94 Bl. : Zsfassungen (2 Bl.) + 1 CD-ROM ; graf. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2014
Anmerkung
Zsfassungen in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Stress / Herzfrequenzvariabilität / Sportliche Aktivität
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-121614 Persistent Identifier (URN)
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Stress und psychosomatische Beschwerden in Assoziation mit nächtlicher Herzratenvariabilität unter zusätzlicher Betrachtung von sportlicher Aktivität [3.03 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In der vorliegenden Studie wurde untersucht, ob sich Alltagsstress in der nächtlichen HRV (gemessen mittels 24-h-EKG) bemerkbar macht. In einer weiteren Analyse wurde der Frage nachgegangen, ob psychosomatische Beschwerden in negativem Zusammenhang mit der nächtlichen HRV stehen. Zusätzlich wurde getestet, ob sportliche Aktivität bei Stress sowie bei psychosomatischen Beschwerden die nächtliche HRV steigern kann. Alltagsstress wurde mittels Stressquotienten nach Karasek erhoben. Die Erfassung psychosomatischer Beschwerden erfolgte mit Hilfe des GBB-24. Die durch Ausübung von Sportaktivitäten verbrauchten Kilokalorien pro Woche gaben das Ausmaß der sportlichen Aktivität wider. Insgesamt wurden 115 Personen, die die Teilnahmekriterien erfüllten, in einer Feldstudie untersucht. Die Analysen ergaben weder einen Zusammenhang zwischen Alltagsstress und nächtlicher HRV noch zwischen psychosomatischen Beschwerden und nächtlicher HRV. Auch konnte kein Zusammenhang zwischen sportlicher Aktivität und nächtlicher HRV festgestellt werden, weshalb sich eine Mediatoranalyse erübrigte. Es konnte jedoch gezeigt werden, dass es einen signifikant positiven Zusammenhang von sportlicher Aktivität und Erholungsfähigkeit gab. Zudem ergab sich eine signifikante Wechselwirkung von psychosomatischen Beschwerden und dem Ausmaß sportlicher Aktivität in Bezug auf die nächtliche HRV. In der weiterführenden Moderatoranalyse zeigte sich, dass der Zusammenhang zwischen nächtlicher HRV und dem Ausmaß sportlicher Aktivität positiver wurde, wenn der Gesamtbeschwerdedruck stieg. Diese Ergebnisse zeigen, dass sich sportliche Aktivität im klinischen Bereich vor allem bei psychosomatischen Beschwerden als alternative Behandlungsmethode eignen könnte. Durch einen gezielten Einsatz von sportlicher Aktivität zusätzlich zu Psychotherapie und pharmakologischen Interventionen könnten Auswirkungen auf das kardiovaskuläre System in Folge von psychosomatischen Beschwerden reduziert werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The present study examined, whether the stress of everyday life is detectable in nocturnal HRV (measured by 24-h-ECG). Furthermore it was analyzed, if psychosomatic conditions show a negative correlation with nocturnal HRV. Additionally it was tested, whether physical exercise during stressful periods and psychosomatic conditions increases nocturnal HRV. The stress level was measured using the stress-quotient by Karasek. The psychosomatic symptoms were measured by the GBB-24. The number of kilocalories burnt per week by physical exercise measured the level of physical exercise. The criteria of participation were met by 115 people, who were tested in a natural setting. The results of the study revealed that neither the stress of everyday life nor psychosomatic conditions are linked to nocturnal HRV. Furthermore there was no association between physical exercise and nocturnal HRV, which made the mediator analysis redundant. However, it was possible to reveal that there was a significantly positive correlation between physical exercise and the ability to recover. There was also a significant interaction between psychosomatic conditions and the amount of physical exercise in relation to nocturnal HRV. The following moderator analysis revealed an increasing correlation between nocturnal HRV and the amount of physical exercise, as soon as the psychosomatic conditions worsened. These findings suggest that physical exercise could be an adequate alternative treatment method, especially for psychosomatic conditions. Effective physical activities, together with psychotherapy and pharmacological interventions, could reduce cardiovascular symptoms that resulted from psychosomatic problems.