Titelaufnahme

Titel
Heterolingualität und Übersetzen: zwischen dentención y verschleppungción : eine Analyse der deutschen Übersetzung von Andrea Camilleris König Zosimo / vorgelegt von Ludovica Cintio
Verfasser/ VerfasserinCintio, Ludovica
Begutachter / BegutachterinWolf Michaela
Erschienen2013
Umfang120 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Camilleri, Andrea <Il re di Girgenti> / Übersetzung / Deutsch / Camilleri, Andrea <Il re di Girgenti> / Übersetzung / Deutsch / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-54947 Persistent Identifier (URN)
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Heterolingualität und Übersetzen: zwischen dentención y verschleppungción [0.67 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist der Roman "Il re di Girgenti" (2001) von Andrea Camilleri und dessen deutsche Übersetzung "König Zosimo" (2003) von Moshe Kahn. Die Besonderheit des Romans liegt darin, dass im Original neben italienischer und sizilianischer Sprache andere Fremdsprachen vorkommen. In der Arbeit wird die Übertragung der Heterolingualität in den ZT aus einer translationswissenschaftlichen Perspektive untersucht. Dabei wird von der Hypothese ausgegangen, dass der ZT aufgrund von bestimmten Übersetzungsstrategien (z.B. Wortkombinationen, Hinzufügung von weiteren Sprachebenen) komplexer als der AT erscheint. In einem ersten Abschnitt werden die besonderen Merkmale der Übersetzung von Heterolingualität und von Sprachvarietäten behandelt. Danach wird auf Leben und Werk von Andrea Camilleri eingegangen, um daran anschließend AT und ZT näher zu beschreiben. Nach einer Gegenüberstellung der verlegerischen Peritexte der Werke wird in der Textanalyse die Heterolingualität anhand der Erscheinungsformen der Mehrsprachigkeit nach Meir Sternberg beschrieben. Ebenso werden die kulturspezifischen Elemente des Romans mittels des CSI-Modells von Javier Franco Aixelá analysiert. Im Rahmen der Analyse konnte aufgezeigt werden, dass sich der Autor tendenziell der Heterolingualität bedient, um die Machtverhältnisse und die ideologischen Haltungen der Figuren zu betonen. Dabei werden von den verschiedenen Sprachen wichtige Funktionen ausgeübt, wie zum Beispiel Charakterdarstellung oder Komik. In der Übersetzung tragen diese Funktionen durch die Verstärkung der sozialen und sprachlichen Unterschiede der Figuren zum Teil zu einer näheren Darstellung ihrer Persönlichkeit bei. Die erhöhte Komplexität erschwert den Lesefluss nicht, auch weil mehrsprachige und ins Hochdeutsche übersetzte Teile tendenziell ausgeglichen sind.

Zusammenfassung (Englisch)

The subject of this master thesis is the novel Il re di Girgenti (2001) by Andrea Camilleri and the German translation König Zosimo (2003) by Moshe Kahn. The peculiarity of the novel is the presence of different foreign languages in addition to Italian and Sicilian language. The master thesis focuses on the analysis of the heterolingualism transfer in the TT from a translational point of view. The analysis is based on the hypothesis that the TT appears more complex than the ST in terms of style and, consequently, content, due to different translation strategies (e.g. word combination, addition of further speech levels).First, the specific features of heterolingualism translation and language varieties are discussed. After that, information about Andrea Camilleri?s life and work as well as a detailed description of the ST and the TT are given. After a comparison of the publisher?s peritexts of the novels, a text analysis based on Meir Sternberg?s categories for the representation of multilingualism takes place in order to describe the heterolingualism of the novel. Furthermore, the culture-specific items of the novel are described on the basis of Javier Franco Aixelá CSI model.The analysis shows that the author makes use of heterolingualism in order to emphasize the power relations and the ideological attitudes of the characters. Different languages imply important functions such as characters? description or comic effects. In the translation these functions contribute partially to a more detailed description of the characters? personalities through strengthening their social and language differences. Thanks to a balance between multilingual text sections and parts in standard German, the increasing complexity in the translation does not compromise the reading flow of the novel.