Titelaufnahme

Titel
Die mitteralterlichen Bauphasen im Alten Konvent des Zisterzienserstiftes Rein: Kreuzgang und Kapitelsaal. Grabung 2004 -2006 / vorgelegt von Christiane Kärcher
Verfasser/ VerfasserinKärcher, Christiane
Begutachter / BegutachterinLehner Manfred
Erschienen2013
Umfang114 Bl. : 2 Zsfassungen ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Kloster Rein / Ausgrabung / Kloster Rein / Ausgrabung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-54736 Persistent Identifier (URN)
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Die mitteralterlichen Bauphasen im Alten Konvent des Zisterzienserstiftes Rein: Kreuzgang und Kapitelsaal. Grabung 2004 -2006 [5.2 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Das Zisterzienserkloster Rein wurde 1129 von Herzog Leopold I. in seinem Todesjahr gestiftet. In den Jahren von 2004 bis 2006 fanden im Zuge eines Revitalisierungskonzeptes Grabungen im Bereich des ehemaligen Kreuzgangs und des Osttraktes des Alten Konvents statt. Dabei ergaben sich für den ehemaligen Kreuzgangbereich folgende Befunde: An den Südtrakt des Klausurquadrates schloss ein quadratisches, romanisches und später ein polygonales, gotisches Brunnenhaus, mit verbesserter Wasserführung, an. Der romanische Kreuzgang wurde, weil zu groß konzipiert, nie fertiggestellt, der Gotische wurde daher in verkleinerten Maßen geplant und errichtet. Bei den Grabungen innerhalb des Osttraktes konnte unter anderem der östliche Bereich des quadratischen Kapitelsaales ergraben werden. Das romanische Fußbodenniveau ist innerhalb dessen nicht erhalten da man es beim Einbau eines gotischen Kreuzrippengewölbes zur Erlangung einer größeren Raumhöhe abtiefte. Die romanische Sitzstufe behielt man allerdings bei, fügte jedoch eine Stufe als Fußrast hinzu. Innerhalb des ergrabenen Teils des Kapitelsaales wurden auch drei Grablegen aufgedeckt, deren Mittlere von den Reiner Mönchen als sog. "Stiftergrab" bezeichnet wurde und als einzige Beigabe eine metalldurchwirkte Borte besaß. In seiner Grabverfüllung fanden sich neben Flachglas, Butzenscheibenfragmenten und einer Messerklinge vier honiggelb glasierte, mit Reliefstempeln verzierte Bodenfliesen, die auf die Zeit um 1200 datiert werden können.

Zusammenfassung (Englisch)

The Cistercian Abbey of Rein was a donation made by Leopold I. in 1129, the year of his death. From 2004 to 2006, in the course of a concept of revitalization, excavations in the space of the cloister and the east wing of the old convent were taking place.The archaeological record concerning the cloister brought the following result: To the south wing of the cloister a square, Romanic and later a polygonal, Gothic fountain house, with a better channel flow was attached. As the Romanic cloister had been too big according to the original plans, it was not finished. The Gothic one was, therefore, planned and erected following a smaller scale. Amongst other things, the excavations in the east wing exposed the eastern parts of the square chapter house. The Romanic ground level is not included in it as it was lowered in the course of the erection of a Gothic ribbed vault in order to raise the ceiling height. However, the Romantic seat step was kept, yet, with one further step attached as footrest. Within the part of the chapter house that had been dug up three graves were found, with the one in the middle, called "the monastery grave" by the monks, including a metal wrought braid as the only grave good. Among the grave fillings there were flat glass, fragments of bull?s eye pane glass and the blade of a knife next to four honey-glazed floor tiles with relief printing on them dating back to about the year 1200.