Titelaufnahme

Titel
"Die Anwendung der EMRK durch gerichtliche Organe und Ombudsinstitutionen in Bosnien und Herzegowina" / Jadranko Vulić
Verfasser/ VerfasserinVulić, Jadranko
Begutachter / BegutachterinBenedek Wolfgang
Erschienen2013
Umfang105 Bl. : Zsfassung ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
SchlagwörterBosnien-Herzegowina / Europäische Menschenrechtskonvention <1950 November 4> / Bosnien-Herzegowina / Europäische Menschenrechtskonvention <1950 November 4> / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-54273 Persistent Identifier (URN)
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"Die Anwendung der EMRK durch gerichtliche Organe und Ombudsinstitutionen in Bosnien und Herzegowina" [1.17 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Seit der Ratifikation der EMRK am 12. Juli 2002 hat der Europäische Gerichtshof in Straßburg bezüglich Bosnien und Herzegowina fast 3.000 Mal entschieden. Davon wurden bis April 2013 genau 31 Urteile hinsichtlich mindestens einer Verletzung der Konventionsrechte erlassen. Rund 98% der Beschwerden wurden vom EGMR als unzulässig verworfen. Unbestritten ist, dass die Konvention in BuH an Aktualität gewinnt, problematisch ist vielmehr die mangelnde Anwendung der EMRK durch die Gerichte. Die Konvention wird vom Verfassungsgerichtshof oft nicht im Sinne der Rechtsprechung des EGMR angewendet, von den unterinstanzlichen Gerichten oft überhaupt nicht, obwohl die direkte Anwendung der Konvention und der Vorrang vor den Gesetzen in der Verfassung verankert sind. Der Großteil der Urteile bezieht sich auf die systemisch verursachten Verletzungen der Konventionsrechte beziehungsweise die Verletzungen, die durch die Gesetzgebung oder durch die Gerichtspraxis entstehen und die größere Teile der Bevölkerung betreffen. Bosnien und Herzegowina ist unter anderem das einzige Mitgliedsland des Europarates, das durch den EGMR für die Diskriminierung nach Art 1 des Protokolls Nr. 12 verurteilt wurde. Wo die Systemprobleme in BuH liegen, konnte nur durch eine detaillierte Analyse der EGMR-Entscheidungen beantwortet werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Since the ratification of the European Convention on Human Rights on 12 July 2002 regarding Bosnia and Herzegowina, the European Court in Strasbourg has decided almost 3.000 times. Thereof, until April 2013, exactly 31 judgments with violations of the Convention have been passed. Approximately 98 percent of the applications were rejected by the European Court in Strassbourg as inadmissible. Rather problematic is the lack of application of the Convention by the Constitutional Court (and inferior courts) in the sense of the jurisdiction of the ECHR, although the application of the Convention and its priority over the national law is established by the constitution. Most of the convictions refer to the systematic violations of human rights caused by the legislature or by the court practice affecting the larger part of the Bosnian population. Moreover, Bosnia and Herzegovina is the only country of the Council of Europe, which was condemned by the European Court for the discrimination according to Article 1 of Protocol No. 12. However, where the problems in the system in BiH are can only be answered through a detailed analysis of the ECHR decisions.