Titelaufnahme

Titel
Medizinethik in der Ausbildung von Medizinerinnen und Medizinern an österreichischen Hochschulen / eingereicht von: Magdalena Edthofer
Verfasser/ VerfasserinEdthofer, Magdalena
Begutachter / BegutachterinRuckenbauer Hans-Walter
Erschienen2013
Umfang138 Bl.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Medizinstudium / Medizinische Ethik / Österreich / Medizinstudium / Medizinische Ethik / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-54104 Persistent Identifier (URN)
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Medizinethik in der Ausbildung von Medizinerinnen und Medizinern an österreichischen Hochschulen [1.97 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Angesichts eines stetig wachsenden Handlungsspektrums in der Medizin, des unaufhörlichen wissenschaftlichen Fortschritts und sich kontinuierlich verändernden kontextuellen Rahmenbedingungen, gewinnt die ethische Dimension ärztlichen Handelns immer mehr an Bedeutung. Es ist die Aufgabe des Medizinstudiums die angehenden Ärzte zur klinisch-fachlichen Kompetenz zu befähigen, ihnen zugleich aber auch moralische Fertigkeiten sowie berufsrelevante Werte und Einstellungen zu vermitteln. Doch gerade diesem ethisch-moralischen Lehrauftrag scheinen viele österreichische Universitäten nicht die gebührende Aufmerksamkeit zu schenken. Während im angloamerikanischen Raum, wie auch in unseren deutschsprachigen Nachbarländern, der Ethikunterricht im Curriculum der Humanmedizin, dank bildungspolitischer Vorgaben und dem Engagement der Universitäten, seit Jahren einen Fixplatz genießt, scheint er hierzulande kaum eine Chance zu bekommen aus seinem Schattendasein hervorzutreten. Diese Problematik ist das zentrale Thema dieser Masterarbeit. Im ersten Teil wird die Bedeutung von Ethik im heutigen ärztlichen Alltag erörtert, sowie gesellschaftliche und kulturelle Rahmenbedingungen, die einen erhöhten Bedarf an moralischer Handlungskompetenz erfordern. Eine umfassende Darstellung allgemeiner Aspekte des Medizinethikunterrichts in der ärztlichen Ausbildung, wie etwa Lehrziele, Didaktik und Evaluation, ist Gegenstand des zweiten Teils. Der dritte und letzte Abschnitt untersucht schließlich die aktuelle Situation des Ethikunterrichts an österreichischen Medizinuniversitäten. Als Referenz dient der Status Quo in Deutschland und der Schweiz. Anhand dessen soll auch der aktuelle Handlungsbedarf in Österreich aufgezeigt werden. Abschließend werden die zentralen Problemfelder benannt und mögliche Lösungsschritte diskutiert, die seitens der weisungsgebenden Instanzen notwendig wären, um das Medizinstudium in Österreich auch auf medizinethischer Ebene international konkurrenzfähig zu machen.

Zusammenfassung (Englisch)

Due to the constantly rising treatment possibilities, constant scientific advancement and perpetually changing contextual circumstances, the ethical dimension of medical care takes on more and more significance. It is the obligation of medical training to empower prospective physicians to gain professional clinical competence, while also communicating moral skills and relevant job-related values. Exactly this ethical-moral teaching assignment is not being paid enough attention at many Austrian universities. In the Anglo-American world as well as in our neighboring German-speaking countries, the education of ethics in the curriculum of human medicine, thanks to educational politics and the commitment of universities themselves, represents a fixed point. At the same time it seems like ethical education in Austria is not getting a real chance at stepping out of the shadows.This problem is the main issue of the present master thesis. In the first part, the importance of ethics in everyday medical life will be debated, as well as social and cultural circumstances that lead to a higher demand for moral action competencies. A broad description of general aspects of ethical education in medical training, including teaching goals, didactics and evaluation, is featured in the second part. The third and last segment investigates the current situation of ethical education in Austrian medical universities. The status-quo in Germany and Switzerland will act as a reference point, by which example the actual demand for action in Austria will be displayed.In the end, central problematic areas will be identified and possible solutions will be discussed, that would be necessary on behalf of the decision-making entities, to make the study of medicine internationally competitive in Austria on a medical-ethical level.