Titelaufnahme

Titel
Zum Gedächtnis im Alter: Der Einfluss sozialer Netzwerke auf das Gedächtnis für Eigennamen im Alter / Karoline Hiptmayer
Verfasser/ VerfasserinHiptmayer, Karoline
Begutachter / BegutachterinIschebeck Anja
Erschienen2013
Umfang60 S. : 2 Zsfssungen ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfssung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Alter / Gedächtnis / Soziales Netzwerk / Alter / Gedächtnis / Soziales Netzwerk / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-53881 Persistent Identifier (URN)
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Zum Gedächtnis im Alter: Der Einfluss sozialer Netzwerke auf das Gedächtnis für Eigennamen im Alter [5.92 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Untersuchung beschäftigt sich mit der Frage, wie verschiedene Eigennamen gelernt und reproduziert werden und damit, welche Rolle dabei die soziale Eingebundenheit spielt. Angenommen wurde, dass Personennamen aufgrund ihres sozialen Aspekts eine distinkte konzeptuelle Begriffskategorie darstellen und infolgedessen nicht nur anders verarbeitet, sondern auch in besonderem Maße von der sozialen Eingebundenheit beeinflusst werden. Um diese Annahmen zu prüfen, wurden einer Stichprobe von 104 älteren Personen (54-80 Jahre) vier selbstkonstruierte Testverfahren zum Lernen und Abrufen von Eigennamen sowie zwei Netzwerkfragebögen (F-SozU54 und SSQ-6) vorgegeben. Wie die Ergebnisse zeigten, werden Personennamen leichter gelernt als topografische Eigennamen, beim Abruf gibt es zwischen den Eigennamenkategorien aber keine Unterschiede. Ferner konnte nachgewiesen werden, dass die Größe des sozialen Netzwerks, nicht aber qualitative Aspekte der Eingebundenheit, wie Unterstützung, Integration oder Zufriedenheit, eine salutogenetische Wirkung auf das gesamte Eigennamengedächtnis hat. Auch demografische Variablen, wie das Alter und der Bildungsgrad, beeinflussen das Gedächtnis für Eigennamen im Alter, wobei die Lern- und Abrufleistungen mit zunehmendem Bildungsgrad und geringerem Lebensalter umso besser sind. Diese Befunde stützen die These, dass beim Lernen und Abrufen von Begriffen weniger die konzeptuelle Klasse (Personen, Bauwerke etc.), auf die sich ein Eigenname bezieht, von Bedeutung ist. Vielmehr scheinen alle Arten von Eigennamen eine spezielle Gruppe von Substantiven zu sein, die besonders häufig von altersbedingten Lern- und Abrufproblemen betroffen sind.

Zusammenfassung (Englisch)

The purpose of the present study is twofold: On the one hand, to examine, if people differ in their abilities to learn and to retrieve different types of proper names, and, on the other hand, to investigate, whether various aspects of social networks have an impact on these abilities. It was hypothesized that personal names represent a distinct conceptual category of words due to their social aspect, and are, therefore, processed differently as well as particularly affected by integration in society compared to other types of proper names. A total of one-hundered-four elderly persons aged between 54 and 80 were given four different cognitive tasks that tested the learning and retrieval of personal and topographic proper names. Qualitative and quantitative social network characteristics were assessed by two different questionnaires (F-SozU54 & SSQ-6). Results revealed that personal proper names have a slight processing advantage over topographic names in learning tasks, but not in tasks that require retrieving. Moreover, the results provided evidence that structural but not qualitative social network characteristics influenced the ability to process all kinds of proper names. In addition, demographic variables matter, indicating that higher education and younger age correlate with better performance on proper name specific memory tasks. These findings support the assumptions that personal names do not represent a distinct conceptual category, but rather belong to the special group of nouns ? proper names ? that are more vulnerable for age-related impairments.