Titelaufnahme

Titel
Der Wandel der Mortalität : der epidemiologische Übergang in der Steiermark - regionale Entwicklungen 1869 bis 1937 / Diether Kramer
Verfasser/ VerfasserinKramer, Diether
Begutachter / BegutachterinWatzka Carlos ; Teibenbacher Peter
Erschienen2013
UmfangVI, 338 Bl. : 2 Zsfassungen ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Steiermark / Sterblichkeit / Geschichte 1869-1937 / Steiermark / Sterblichkeit / Geschichte 1869-1937 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-53766 Persistent Identifier (URN)
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Der Wandel der Mortalität [11.38 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Dissertation befasst sich mit dem Rückgang und den damit einhergehenden Wandel der Sterblichkeit in der Steiermark ? der sogenannte epidemiologische Übergang. Diese Dissertation entstand im Rahmen des FWF-Forschungsprojektes P-21157 ?Der Erste Demografische Übergang in Österreich 1869-1937? (GAFP). Im Zuge dessen erfolgte eine umfangreiche Digitalisierung verfügbarer und relevanter Daten zur Beschreibung des demografischen Wandels in ausgewählten österreichischen Kronländern. Auf Grundlage dieser Datenbasis versucht dieses Dissertationsvorhaben, die Mechanismen des Wandels der Morbidität und Mortalität auf Ebene der Politischen Bezirke der Steiermark systematisch mit verschiedenen statistischen Verfahren zu analysieren und auch unter Zuhilfenahme von qualitativen-historischen Quellen zu begründen. Die Dissertation fasst im ersten Teil die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anhand einschlägiger Publikationen zusammen. Die Ergebnisse dieser Forschungen wurden durch eigene Recherchen mit dem Fokus Steiermark ergänzt. Im zweiten Teil der Arbeit wird eine annäherungsweise Periodisierung der Phasen des Sterblichkeitsrückganges für die Steiermark festgelegt, und die Mortalitätsentwicklung anhand der Kriterien Geschlecht und Alter untersucht. Hierbei wurde besonderes Augenmerk auf die Entwicklung der Säuglings- und Kindersterblichkeit gelegt. Im dritten Teil wird dann der Verlauf der häufigsten Todesursachen betrachtet, also insbesondere der verbreiteten Infektionskrankheiten wie Tuberkulose, Lungenentzündung, Diphterie, Keuchhusten, Ruhr, Typhus, Pocken, Masern und Scharlach. Für alle diese werden der beobachtete Rückgang sowie die regionale Verbreitung abgebildet und in einigen Fällen plausible Erklärungen für den Rückgang dargelegt. Nicht alle Aspekte des Sterblichkeitsrückganges konnten geklärt werden, künftige Forschungen könnten auf Basis von Individualdaten (z.B. Krankenakten oder Sterberegistern) neue Ergebnisse liefern.

Zusammenfassung (Englisch)

This doctoral dissertation deals with the decline and the transformation of mortality in Styria ? the so-called epidemiological transition. The thesis was developed as part of the FWF research project P-21157 ?The First Demographic Transition in Austria 1869-1937? (syn. GAFP). As part of this project an extensive digitization of available and relevant data to describe the demographic transition in Austrian crown lands was carried out. Based on this data, this dissertation attempts to analyse the mechanisms of transition in morbidity and mortality at the level of the political districts. Besides the application of various statistical methods, several qualitative-historical sources were evaluated. In the first part of the thesis, the social and economic environment is clarified on the basis of previous research findings. These findings are supplemented by the author?s research with a focus on Styria. In the second part, an approximate periodization of the phases of the mortality decline for Styria is defined and mortality trends based on the criteria of gender and age are examined. Special emphasis is given to the development of infant and child mortality. In the third part of the thesis the development of the cause of deaths is investigated, in particular the common infectious diseases such as tuberculosis, pneumonia, diphtheria, whooping cough, dysentery, typhoid fever, smallpox, measles and scarlet fever. For all of these, the observed decline and the regional spread are mapped and in some cases plausible explanations for the decline are offered. Not all aspects of the mortality decline have been clarified. To obtain further insights into the area under investigation future research should be based on individual data (eg., medical records or death registers).