Titelaufnahme

Titel
Die Burg Salla/Klingenstein : eine späte Höhenburg der Weststeiermark / vorgelegt von Levente Horváth
Verfasser/ VerfasserinHorváth, Levente
Begutachter / BegutachterinLehner Manfred
Erschienen2013
UmfangII, 222, 21 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM ; zahlr. Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Salla <Steiermark> / Burgruine / Salla <Steiermark> / Burgruine / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-53719 Persistent Identifier (URN)
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Die Burg Salla/Klingenstein [26.18 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die heute unter dem Namen ?Klingenstein? bekannte Burg liegt westlich der Gemeinde Salla (VB Voitsberg) am Ende eines Bergrückens. Der einstige Name der Burg dürfte ebenfalls Salla gewesen sein. In den schriftlichen Quellen taucht die Burg erst in der frühen Neuzeit und hier nur selten auf. Die bereits für Feuerwaffen konzipierten Schießscharten weisen darauf hin, dass die Burg nicht vor 1420 errichtet wurde. Ihre primäre Funktion dürfte die Überwachung der regionalen Verkehrsroute zwischen der West-/Untersteiermark und dem oberen Murtal gewesen sein. Schriftliche Quellen weisen darauf hin, dass die Burg in der ersten Hälfte des 17. Jhs. aufgegeben wurde. Zu dem Baubestand sind noch einige Fragen offen, da von vielen Bereichen an der Oberfläche nur mehr wenige Mauerreste erhalten sind und die Anlage archäologisch noch nicht in ihrer Gesamtheit erforscht wurde. Die Burg ist in ein Vorwerk und eine kleinflächige Kernburg unterteilt: Das Vorwerk scheint aus mehreren durch Mauern verbundenen Gebäuden ? wahrscheinlich Türmen ? entlang des Bergrückens zu bestehen. Die teilweise rezent aufgebaute Kernburg besteht aus einem dreieckigen Bergfried und einem anschließenden Baukomplex der unter anderem auch den Palas beinhaltete.Die Burg wurde bisher in drei kürzeren Grabungskampagnen archäologisch untersucht. Dabei wurde ein Gebäude des Vorwerks und einige Teile der Kernburg ergraben. Der Schwerpunkt des überwiegend keramischen Fundmaterials liegt im 15. und 16. Jh. Aus archäologischer Sicht ist derzeit nichts gegen eine Datierung nach 1420 einzuwenden. Eine Vorgängeranlage konnte während den Grabungen nicht festgestellt werden. Die wenigen neuzeitlichen Funde können eine regelmäßige Benutzung nach dem 16. Jh. nicht belegen. Es gibt vermehrt Hinweise, dass die Burg von einem Brand zerstört wurde, wobei diese in Grabungsdokumentation nicht eindeutig zu fassen sind.

Zusammenfassung (Englisch)

The castle ?Klingenstein? ? that is its modern name ? lies at the end of a ridge west of the village Salla in the district Voitsberg. Salla was also the former name of the castle. Literary sources tell us only little about the castle in the Early Modern Ages. The gun loops, which were already designed for firearms, seem to prove, that the castle couldn?t be built before the year 1420. Probably the most important role of the castle was to control the local route between western-/southern Styria and the upper valley of the Mur. Literary sources seem to show, that the castle was abandoned in the first half of the 17th century.There are still some unsolved problems concerning the architectural structures of the castle. On the surface, only e few remains of the castle are preserved and there is still a need for more archaeological investigations. The castle is divided in an outer bailey and a small central part. The outer bailey seems to consist of some buildings ? most probably towers ? connected by walls along the ridge. In the central part of the castle, where parts were recently rebuilt, lies the three-cornered keep connected with a walled area. In this walled area the hall was placed amongst other things.Up to now three short excavations in the castle took place, including investigations of a building of the outer bailey and of some parts in central area. Most of the findings, mainly ceramics, are dating into the 15th and 16th century. From an archaeological point of view there is evidence to suggest an age determination of the castle after 1420. During the excavations there were no evidences of a former castle. The few finds dating to modern times could not prove a regular inhabitation of the castle after the 16th century. There are some hints that the castle was destroyed by fire, but studying the documentation of the excavations no clear evidence was found.