Titelaufnahme

Titel
Arbeitseinstellungen im internationalen Vergleich / Anna Kichengast
Verfasser/ VerfasserinKirchengast, Anna
Begutachter / BegutachterinHaller Max ; Höllinger Franz
Erschienen2013
Umfang272 S. : 2 Zsfassungen ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Diss., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
Bibl. ReferenzOeBB
DokumenttypDissertation
Schlagwörter (GND)Arbeitsmotivation / Internationaler Vergleich / Arbeitsmotivation / Internationaler Vergleich / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-53705 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Arbeitseinstellungen im internationalen Vergleich [8.4 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In der Dissertation wird die subjektive Bedeutung von Erwerbsarbeit untersucht. Nach einem Überblick über arbeitssoziologische Forschungen und Theorien zu Arbeitseinstellungen zeigt ein Vergleich auf Makro-Ebene unterschiedliche institutionelle Rahmenbedingungen für Erwerbsarbeit und Arbeitseinstellungen. Dargestellt werden Arbeitsmärkte, Qualifizierungs-, Haushalts- und Familiensysteme, Erwerbsmuster von Frauen und Männern sowie die Rollen der Staaten in 23 Ländern. Strukturelle Merkmale und Indikatoren zu Arbeitsmärkten ergänzen den Vergleich.Anhand von Daten der 1989, 1997 und 2005 wiederholten Umfrage des International Social Survey Programmes (ISSP) zu ?Work Orientations? und von länderspezifischen Arbeitsmarktindikatoren werden Arbeitseinstellungen in 23, vertiefend in sieben Ländern (Deutschland, Österreich, Ungarn, Norwegen, Spanien, den USA und Japan) untersucht. Die vier analysierten Hauptaspekte sind: 1) Non-financial Employment Commitment (?Zentralität?; ob jemand auch gern erwerbstätig wäre, wenn er/ sie das Geld nicht bräuchte), 2) Leistungsbereitschaft, 3) Verbundenheit mit dem Unternehmen (Organizational Commitment) und 4) Wichtigkeit einzelner Arbeitsplatzmerkmale (Arbeitsinteressen).Erwerbsarbeit hat eine - nach wie vor - sehr hohe und weit über das materielle Interesse hinausgehende subjektive Bedeutung. Auch andere Berufsmerkmale sind sehr wichtig, wie z.B. die Sicherheit des Arbeitsplatzes, eine interessante Tätigkeit ausüben zu können oder die Nützlichkeit des Berufs für die Gesellschaft. Leistungsbereitschaft und Verbundenheit mit dem eigenen Unternehmen sind hoch. Die Zentralität ist in Norwegen am höchsten, am niedrigsten in Spanien. Sie steigt mit zunehmender Bildung und ist bei Frauen höher als bei Männern. Um biografische Zusammenhänge noch besser erforschen zu können, wird empfohlen, quantitative Daten, wie jene des ISSP, durch Panelstudien zu ergänzen und sie mit den Ergebnissen vertiefender qualitativer Befragungen zu triangulieren.

Zusammenfassung (Englisch)

This dissertation analysed the subjective importance of work. The first part contains an overview of theories on work orientation. When comparing macro-conditions for work in 23 countries, international differences in and types of labour market systems, qualification systems, household and family systems, gender patterns of employment, and roles of the state, e.g. types of welfare states, were pointed out. This comparison is supplemented by corresponding indicators, particularly for labour markets.Data derived from repeated surveys on work orientation (ISSP / International Social Survey Programme, 1989, 1997 and 2005) and from national labour market indicators was drawn on to delineate differences and movements of work orientations in 23 countries. More elaborate multivariate research was carried out for seven of these countries, namely Germany, Austria, Hungary, Norway, Spain, the USA and Japan. The four main aspects examined were 1) Non-financial Employment Commitment (?centrality?; the interviewees would enjoy having a paid job even if they did not need the money), 2) Subjective Job Performance, 3) Organizational Commitment (identification with a company) and 4) subjective importance of different job characteristics.In all years and in all countries, the subjective importance of job security, high income and interesting work was high. It was also important that one?s job was useful to society. There was no evidence that work had lost its subjective importance at all. Subjective Job Performance and Organizational Commitment were high. Non-financial Employment Commitment was highest in Norway, lowest in Spain. It was higher for women than for men and it was higher for more highly educated people. In order to gain a better life-course perspective on work orientations, it is recommended that panel studies are carried out and that quantitative data, e.g. from ISSP, is triangulated with findings from qualitative interviews about work orientations.