Titelaufnahme

Titel
Reaktionen auf soziale Ausgrenzung in kollektivistischen und individualistischen Kulturen / Daniela Neumüller
Verfasser/ VerfasserinNeumüller, Daniela
Begutachter / BegutachterinAydin Nilüfer
Erschienen2013
Umfang98 Bl. : 2 Zsfassungen ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Ausgrenzung / Ausgrenzung / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-53253 Persistent Identifier (URN)
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Reaktionen auf soziale Ausgrenzung in kollektivistischen und individualistischen Kulturen [1.4 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die Arbeit ging der Frage nach, ob Personen aus einem kollektivistischen Kulturkreis ?weniger negativ? auf soziale Exklusion reagieren als Personen aus einem individualistischen Kulturkreis. Die per Fragebögen untersuchte Stichprobe setzt sich aus 192 Personen zusammen, wobei 97 Personen den kollektivistischen und 95 Personen den individualistischen Kulturkreis repräsentieren. Beide Stichproben erhielten sowohl eine Exklusions- als auch Inklusionsmanipulation in Form eines autobiographischen Essays. Es wurde erwartet, dass Personen aus dem kollektivistischen Kulturkreis einen weniger negativen Affekt, weniger stark bedrohte psychologische Grundbedürfnisse (Zugehörigkeit, Selbstwert, Kontrollwahrnehmung, sinnvolle Existenz), bessere mentale Gesundheit (Lebenszufriedenheit, Sinn im Leben, Optimismus, State-Selbstwert) und weniger Neigung zu Aggression haben als Personen aus dem individualistischen Kulturkreis. Die Untersuchung konnte zeigen, dass bei der individualistischen Stichprobe zwei psychologische Grundbedürfnisse, nämlich das Zugehörigkeitsgefühl und der Selbstwert, in der Exklusionsbedingung, stärker bedroht waren als bei der kollektivistischen Stichprobe. Weiters wurde wider Erwarten festgestellt, dass die kollektivistische Stichprobe in der Inklusionsbedingung mehr Sinn im Leben (mentale Gesundheit) sieht als die individualistische Stichprobe. Wie angenommen, reagierten Personen aus dem individualistischen Kulturkreis in der Exklusionsbedingung, nie ?positiver? auf die genannten Untersuchungsvariablen als Personen aus dem kollektivistischen Kulturkreis.

Zusammenfassung (Englisch)

The study investigated whether people from a collectivistic culture show ?less negative? responses after social exclusion than those from an individualistic culture. The sample consists of 192 people, with 97 people representing the collectivistic and 95 people the individualistic culture. Both samples received a manipulation of exclusion and inclusion in form of an autobiographical essay and were examined using questionnaires. It was expected that people from a collectivistic culture show a less negative affect, less threatened psychological needs (belonging, self-esteem, control, meaningful existence), better mental health (life satisfaction, purpose in life, optimism, state self-esteem) and less aggression after manipulation of social exclusion than those from the individualistic culture. The investigation showed that in the individualistic sample two psychological needs, namely belonging and self-esteem, were more threatened in the exclusion condition than in the collectivistic sample. Furthermore, unexpectedly it was found that in the collectivistic sample in the inclusion condition meaning in life (mental health) was higher than in the individualistic sample. As predicted, in the exclusion condition people from the individualistic culture never responded "more positive" on the mentioned variables of investigation than people from the collectivistic culture.