Titelaufnahme

Titel
Goldwerk : die Verwendung wertvoller Materialien in der Gegenwartskunst ab 1945 / Caroline Gratschmaier
Verfasser/ VerfasserinGratschmaier, Caroline
Begutachter / BegutachterinEberlein Johann Konrad
Erschienen2013
Umfang142 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM ; Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Gold / Kunst / Geschichte 1945-2011 / Gold / Kunst / Geschichte 1945-2011 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-53173 Persistent Identifier (URN)
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Goldwerk [30.4 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit Werken aus der Gegenwartskunst, die auf der Basis wertvoller Materialien entstanden sind. Es ist ein Unterschied, ob ein Künstler verbreitete Werkstoffe nutzt, wie Leinwand oder Farben, da sie üblicherweise für Kunstwerke verwendet werden, letztlich vollkommen hinter der Aussage des Dargestellten zurücktreten, oder ob er sich unüblicher Materialien bedient, an die sich ein eigener Aussagewert bindet. Im Mittelalter herrschte eine strenge Materialhierarchie, sodass Edelsteine und Edelmetalle vorrangig für religiöse Zwecke und für die Herrscherrepräsentation verwendet wurden. In der Gegenwartskunst gibt es eine solche Hierarchie nicht mehr. Dennoch lassen sich Verbindungen zwischen der Verwendung eines bestimmten wertvollen Werkstoffs und den Funktionen sowie der dem Rohstoff zugeschriebenen Bedeutung herstellen. Dieses Beziehungsgeflecht steht im Fokus dieser Arbeit. Die Veredelung durch Edelmetalle, Mineralien, Farbpigmente sowie seltene Werkstoffe werten ein Kunstwerk tendenziell auf. Dieser Tradition steht das Phänomen der "Abfallmoderne" gegenüber, welche Müll als Werkstoff definiert und damit selbst den Ausschuss der modernen Gesellschaft im Kunstwerk nobilitiert. Die Künstler geben heutzutage "wertlosen" Materialien dieselbe Berechtigung in ihrer Arbeit wie teuren Werkstoffen. Wenn sich ein Künstler wertloser Ausgangsstoffe bedient und sie in ein Kunstwerk umformt, erzielen diese unter Umständen hohe Preise auf dem Kunstmarkt. Der Wert eines Kunstwerks hängt also nicht von seinem Materialwert ab. Diese entmaterialisierte Sicht auf den Wert künstlerischer Produktion verschiebt sich allerdings, sobald Künstler kostbare Werkstoffe verwenden. Die vorliegende Arbeit stellt eine Sammlung an Kunstobjekten, die nach 1945 entstanden sind, vor und bemüht sich dabei, möglichst viele Werke aktueller Künstler, die wertvolle Materialien verwenden, zu besprechen.

Zusammenfassung (Englisch)

This paper is aimed at providing an overview of artistic works from contemporary art that has been created on the basis of valuable materials. There is a significant distinction that occurs if an artist employs commonly used materials such as canvas or paint; since they are traditionally used for works of art, ultimately completely withdraw behind the statement of the displayed, or whether the artist uses unusual materials which are bound to their own values. During the Middle Ages, there was a very strict hierarchy and specific value in materials. Precious stones, gold and silver were used primarily for religious purposes and for the rulers representation. In contemporary art, there is no longer such a hierarchy; emphasis and priorities have shifted and evolved over time. Nevertheless, even today there are links between the use of a particular valuable material in works of art and functions in addition to the importance attributed to the commodity. This network of relationships is the focus of this work. The refinement of precious metals, minerals, color pigments and rare materials tends to enhances a work of art. This ancient tradition is the phenomenon of "Abfallmoderne" over which waste is defined as material and thus allowed for the wasting of modern society itself within the work of art. The artists give worthless materials the same authority and gravitas in their work as rare and expensive materials. When an artist uses less or even worthless raw materials and transforms them into a work of art, these unique works may attract high prices within the art market. The value of a work of art does not depend solely on its material value. However, this dematerialized view taken on the value of artistic production shifts slightly as soon as artists use precious materials. This work presents a collection of pieces of art that were created after 1945, and endeavors to cover as many works of current artists that use valuable materials as possible.