Titelaufnahme

Titel
Eine methodenkritische Betrachtung der ISSP Environment Module / Carl Neumayr
Verfasser/ VerfasserinNeumayr, Carl
Begutachter / BegutachterinHadler Markus
Erschienen2013
Umfang99 Bl. : 2 Zsfassungen ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)ISSP / Evaluation / ISSP / Evaluation / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-52935 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Eine methodenkritische Betrachtung der ISSP Environment Module [1.76 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Quantitative empirische Sozialforschung, vor allem in Form von standardisierten Befragungen, stellt einen Großteil soziologischer Forschung dar. Allerdings stehen solche Untersuchungen auch häufig in der Kritik, Ergebnisse zu konstruieren, die vielmehr auf fehlerhafte Erhebungen und Fragebögen zurückzuführen sind, als auf tatsächliches Vorhandensein in der Grundgesamtheit. Gleichzeitig gibt es äußerst umfangreiche Fachliteratur, die sich mit dem methodologischen Vorgehen in der Umfrageforschung beschäftigt. Diese Masterarbeit ist eine methodenkritische Untersuchung der ISSP- Environment-Module. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf der Entstehung und Konstruktion der Fragebögen aller drei Untersuchungen sowie deren Veränderungen. Zunächst werden dazu die Daten der österreichischen Erhebungen aus den Jahren 1994/95, 2001 und 2010 betrachtet und mit den Ergebnissen ähnlicher Untersuchungen verglichen, wobei die Berechnungen in Anlehnung an Hadler/Haller (2011) durchgeführt wurden. Hier findet sich nur ein sehr geringer Zusammenhang zwischen Umweltbewusstsein und Handeln. Anschließend werden im Hauptteil der Arbeit die Erhebungsinstrumente im Kontext methodologischer Vorgaben analysiert und in Verbindung den mit Verteilungen einzelner Items diskutiert. Dabei findet sich in den Messinstrumenten eine Vielzahl an Problemen, die in der Fachliteratur diskutiert werden. So konnten neben unklaren Frageformulierungen und Mehrdimensionalität auch suggestive Formulierungen sowie starke Hinweise auf Halo-Effekte identifiziert werden. Auch Anzeichen für Tendenzen zur sozial erwünschten Antwort sowie Ja-sage-Tendenzen seitens der Befragten sind vorhanden. Ein Kritikpunkt richtet sich auch gegen die starken Veränderungen in den Fragebögen der drei Erhebungen, die einen Langzeitvergleich der Daten erschweren. So bestehen einige wichtige Indizes lediglich aus zwei Items, wie es auch bei Hadler/Haller der Fall ist, was vor allem in Anbetracht des Umfanges der ISSP-Studien sehr wenig ist.

Zusammenfassung (Englisch)

Quantitative empirical social research, especially in the form of standardized interviews, represents the majority of sociological research. However, such studies are also often criticized for constructing results that are rather the outcome of methodological artifacts in surveys and questionnaires than of actual presence in the population. At the same time there is a wide variety of literature that deals with the methodological guidelines in surveys. This thesis is a critical examination of the methods of the ISSP Environment Module. The main focus is primarily on the development and construction of the questionnaires, used in all three studies, as well as their changes over the years. In this light, the data of the Austrian surveys from the years 1994/1995, 2001 and 2010 have been compared to the results of similar studies. The calculations were carried out according to Hadler / Haller (2011). There is only a very small relationship between environmental awareness and action to be found. In the main part of the work, the survey instruments used by the ISSP have been analyzed in more detail, contextual to methodological guidelines, and discussed in addition to the distributions of some items. The measuring instruments showed a variety of problems that are also discussed in the literature. Besides unclear wording of questions and multidimensionality, there were also identified suggestive formulations and strong evidence of halo effects as well as tendencies to socially desirable answers and other response sets. One point of criticism concerns the extensive changes in the questionnaires of the three surveys which make a long-term comparison of the data difficult. As a result, there are some important indices consisting of only two items, which are also used by Hadler / Haller. Generally speaking, and more specifically considering the scope of the ISSP studies, this is very little.