Titelaufnahme

Titel
Veränderung der Gehirnaktivität in ausgwählten Bereichen des auditorischen Kortex bei der Wahrnehmung emotional bedeutsamer Geräusche : eine Nahinfrarotspektroskopie (NIRS)-Studie mit Männern / vorgelegt von Sarah Hackl
Weitere Titel
Changes in brain activity in chosen areas of the auditory cortex during the perception of emotional salient sounds. A near infrared spectroscopy (NIRS)-study with male participants
Verfasser/ VerfasserinKlackl, Sarah
Begutachter / BegutachterinSchienle Anne
Erschienen2013
Umfang123 Bl. : 2 Zsfassungen ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
Anmerkung
Abweichender Titel laut Übersetzung der Verfasserin/des Verfassers
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Lautwahrnehmung / Gefühl / Hirnfunktion / NIR-Spektroskopie / Lautwahrnehmung / Gefühl / Hirnfunktion / NIR-Spektroskopie / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-52704 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Veränderung der Gehirnaktivität in ausgwählten Bereichen des auditorischen Kortex bei der Wahrnehmung emotional bedeutsamer Geräusche [1.74 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Bilder mit emotionalem Inhalt lösen eine verstärkte Aktivierung im Bereich des visuellen Kortex aus. Diese sogenannte affektive Modulation konnte auch im Bereich des auditorischen Kortex nachgewiesen werden. Die affektive Modulation findet nicht nur in sensorischen Arealen statt, sondern auch in aufmerksamkeitsrelevanten Gehirnarealen, wie beispielsweise in parietalen Arealen. Das Ziel der vorliegenden NIRS-Studie bestand darin zu untersuchen, ob emotional bedeutsame Geräusche die Gehirnaktivität im auditorischen Kortex, sowie die Gehirnaktivität parietaler Areale modulieren. In Vorgängerstudien wurde die Modulation des auditorischen Kortex bezüglich positiver und negativer valenter Reize untersucht. In dieser Studie wurde der Fokus auf spezifische Emotionen (Ekel, Angst) gelegt. Neunundzwanzig gesunden Männern, ohne neurologische Störungen mit intaktem Hörvermögen, wurden aversive, affektive Geräusche und neutrale Geräusche präsentiert, die allesamt aus menschlichen Lautäußerungen bestanden. Im Anschluss an die NIRS-Untersuchung, folgte die subjektive Bewertung des akustischen Reizmaterials, in Bezug auf die Bewertung von ekel- und angstauslösenden Geräuschen. Es zeigte sich, dass die Emotionsinduktion erfolgreich war. Die Auswertung der neuronalen Aktivierung in den ausgewählten Gehirnbereichen lieferte weniger eindeutige Ergebnisse. Im Bereich des rechten auditorischen Kortex konnte eine stärkere Aktivierung nachgewiesen werden, jedoch nur während der Präsentation der neutralen Geräusche. Demnach scheint eine Diskrepanz zwischen der subjektiven Bewertung und den physiologischen Daten vorzuliegen. Im Weiteren geben die Ergebnisse der explorativen Korrelationsanalysen Anlass dazu, Emotionsstudien mit NIRS zu vertiefen und dabei auch ein Augenmerk auf die Erforschung von Persönlichkeitsmerkmalen zu legen.

Zusammenfassung (Englisch)

Affective pictures provoke increased visual cortex activation. Enhanced activation of sensory modalities, when dealing with emotional salient cues compared with neutral cues, is not limited to the visual domain. Thus, this so called affective modulation concerns the auditory domain, too. Accordingly, auditory emotional sounds also modulate the neuronal activity. Affective modulation does not only occur in sensory areas but also in parietal areas. This region of the brain is involved in attention-related processes. The aim of the present NIRS-study was to figure out whether emotional salient sounds were able to modulate the human brain activity within the auditory cortex, as well as the neuronal activity within parietal areas. Previous studies demonstrated that auditory cortex is modulated by positive and negative valent stimuli. This study focused on specific emotions (disgust, fear). All twenty-nine male participants had normal hearing abilities and were not affected by any neurological disorders. Therefore the participants were instructed to listen to affective (disgust, fear) and neutral stimuli, which all consisted of human vocal sounds. The affective ratings, which were assessed after the NIRS-measurement, pointed out that the target emotions were evoked successfully. The analysis of the neuronal activation, on the contrary, did not lead to definitive results. Only neutral sound stimulation led to enhanced activation within the right auditory cortex. Therefore, there seems to be a discrepancy between the self-reported emotions and physiological data. Furthermore, the results of the explorative correlations give occasion to further emotion research by paying attention to the research of personality traits.

Statistik
Das PDF-Dokument wurde 79 mal heruntergeladen.