Titelaufnahme

Titel
Das Phänomen der Künstlergruppe am Beispiel der „Brücke“ und des „Blauen Reiters" / vorgelegt von Julia Steiner
Verfasser/ VerfasserinSteiner, Julia
Begutachter / BegutachterinLein Edgar
Erschienen2013
Umfang142 Bl. : 2 Zsfassungen ; zahlr. Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Brücke <Künstlervereinigung> / Der Blaue Reiter / Brücke <Künstlervereinigung> / Der Blaue Reiter / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-52568 Persistent Identifier (URN)
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Das Phänomen der Künstlergruppe am Beispiel der „Brücke“ und des „Blauen Reiters" [3.54 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Aus eigenem Antrieb gegründete, freiwillige Künstlerzusammenschlüsse entstanden erst sehr spät, da der bildende Künstler mehrere Jahrhunderte dem Handwerkerstand zugerechnet wurde und daher, um die Berechtigung zur Berufsausübung zu erlangen, gezwungen war, Gilden, Zünften und ähnlichen Vereinigungen beizutreten. Erst mit der Auflösung des Zunft- und Gildesystems wurde auch der bildende Künstler in die Selbstbestimmtheit entlassen. Ab dem 19. Jahrhundert kam es dann zur Gründung verschiedener Arten von Künstlergemeinschaften, wobei die Künstlergruppe eine spezielle, insbesondere im 20. Jahrhundert bedeutende Form darstellt. Sie entsteht im Spannungsfeld von ausgeprägtem künstlerischem Individualismus und dem Bedürfnis nach Sozialität im Kreise Gleichgesinnter und wird durch eine Reihe von Merkmalen charakterisiert. Die gegenständliche Diplomarbeit stellt einen Katalog dieser Merkmale auf, um eine Abgrenzung der Künstlergruppe von anderen Zusammenschlüssen sowie eine vergleichende Betrachtung einzelner Gruppierungen zu ermöglichen und untersucht zudem mögliche Gründungsmotive. Vor dem Hintergrund dieser Betrachtungen werden zwei bedeutende deutsche Avantgarde-Gruppen, die "Brücke" und der "Blaue Reiter", getrennt voneinander unter die einzelnen Merkmale subsumiert. Daraus ergibt sich eine umfassende systematische Darstellung von Aufbau, innerer Struktur und Dynamik dieser beiden Gruppen, welche im Zuge dieser Arbeit zu einem ganzheitlichen sowie spezifische Aspekte betreffen-den Vergleich zwischen der "Brücke" und dem "Blauen Reiter" herangezogen wird.

Zusammenfassung (Englisch)

Voluntarily founded associations of artists emerged very late, due to the fact that fine artists were seen as artisans for centuries needing to join guilds and similar unions before being entitled to exercise their profession. It was only after the fall of the guild-system that the fine artist was autonomous. From the 19th century onwards many different artist communities were founded, amongst which the artist-group presents a special kind, particularly significant in the 20th century. It arises between the conflicting priorities of pronounced artistic individualism and the longing for sociality amidst kindred spirits and is defined by various characteristics. For the purpose of distinguishing artist-groups from other associations and comparing them to each other, the present diploma thesis compiles a catalogue of these characteristics. Furthermore it examines possible motives for their establishment. In the light of these considerations, two of the most significant German Avant-garde-groups, the "Bridge" and the "Blue Rider", are separately subsumed under the individual characteristics. This leads to an extensive, systematic portrayal of composition, inner structure and dynamics of these two groups serving a holistic comparison as well as focusing on specific aspects.