Titelaufnahme

Titel
Studien zur Ikonografie von Herrscherportraits in der Renaissance nördlich und südlich der Alpen / vorgelegt von Nicole Linhart
Verfasser/ VerfasserinLinhart, Nicole
Begutachter / BegutachterinBiedermann Gottfried
Erschienen2013
Umfang128 Bl. : 2 Zsfassungen ; zahlr. Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Renaissance / Bildnismalerei / Ikonographie / Geschichte 1420-1600 / Renaissance / Bildnismalerei / Ikonographie / Geschichte 1420-1600 / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-52341 Persistent Identifier (URN)
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Studien zur Ikonografie von Herrscherportraits in der Renaissance nördlich und südlich der Alpen [5.31 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es einen Überblick über die Ikonografie zu geben, die in Herrscherporträts zur Zeit der Renaissance verwendet wurde. In der mittelalterlichen Kunst finden sich Fürsten zumeist nur als Stifter gemeinsam mit Heiligen abgebildet; dies änderte sich, als gegen Ende des Mittelalters das autonome Bildnis aufkam. Aus der Renaissance ist uns eine Vielzahl an Herrscherporträts erhalten, die über eine reichhaltige Ikonografie aufweist.Da die Renaissance eine Zeit von großen Umbrüchen war, die auch auf die Darstellung des Menschen Einfluss hatten, wird zunächst auf die kunstgeschichtliche Entwicklung des Porträts eingegangen. Bei dieser Entwicklung spielten vor allem Auftraggeber wie die Habsburger eine entscheidende Rolle. Mit den Porträts Karls V. schuf Tizian neue Porträttypen, i.e. Bildnisse, die durch eine spezielle Gestaltung und eine bestimmte Ikonografie charakterisiert werden. Diese Typen wurden zur Standardform für die Repräsentation europäischer Adeliger in den nachfolgenden Jahrhunderten. Als nächstes werden in der Arbeit die unterschiedlichen Verwendungs- und Aufgabenbereiche des Herrscherporträts aufgezeigt, da diese die verwendete Ikonografie beeinflussen. Das zentrale Kapitel widmet sich den einzelnen ikonografischen Elementen. Anhand von konkreten Bildbeispielen wird ihre Verwendung veranschaulicht und auch ihre symbolische Bedeutung erklärt. Im anschließenden Kapitel werden verschiedene Symbole häufig zu findenden Bildtypen zugeordnet, um einen Überblick zu erhalten.Die verwendete Symbolik ist sehr vielseitig; sie reicht von den Herrschaftsinsignien über die Kleidung bis zu den Gestaltungselementen der Umgebung, in der das Modell dargestellt wird. All diese Symbolik verfolgt im Wesentlichen das Ziel den Status des Modells zu betonen und somit das Fürstenporträt von den in der Renaissance aufkommenden Bürgerporträts zu unterscheiden.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this thesis is to give an overview on the iconography used in portraits of rulers during the Renaissance. In medieval art rulers are primarily displayed as donors together with saints and other biblical figures; this was changing, when at the end of the Middle Ages the autonomous portrait emerged. A large number of ruler portraits from the Renaissance has remained, all of which show a rich iconography.Due to the fact that the renaissance was a time of many revolutions that have direct influence on the display of humans, art historic developments of the portrait are looked upon first in this thesis. For this development clients like the Habsburgs were of crucial importance. Titian created a new type of portrait with his works of Charles V., i.e. portraits that are characterized by a distinct form and a specific iconography. His so-created types became standard forms for the representations of the European nobility throughout the next centuries. Next, different areas of usage and function of ruler portraits are shown in this thesis, because they directly influence the used iconography. The major chapter deals with the different iconographic elements. With the help of concrete portraits the usage of these elements is exemplified and, as well, their symbolic meaning explained. In order to get an overview, the different symbols are subsumed under the most common types of portraits afterwards.The used symbolism is very varied; it reaches from insignias to clothes and the elements used to create the surrounding in which the model is displayed. The symbolism follows the aim to emphasize den social rank of the model and, thus, differentiate the ruler portraits from the portraits of the bourgeois, which was gradually emerging during the Renaissance.