Titelaufnahme

Titel
Wer die Saat hat, hat die Macht : Patentierung von Saatgut unter dem Aspekt des wirtschaftsethischen Konzepts CSR (Corporate Social Responsiblity) / eingereicht von Katharina Zeiner
Verfasser/ VerfasserinZeiner, Katharina
Begutachter / BegutachterinNeuhold Leopold
Erschienen2013
Umfang114 Bl.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Saatgut / Patenterteilung / Corporate Social Responsibility / Saatgut / Patenterteilung / Corporate Social Responsibility / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-52089 Persistent Identifier (URN)
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Zusammenfassung (Deutsch)

Patente und Rechte auf geistiges Eigentum haben in den letzen Jahren im Agrarsektor an Wichtigkeit gewonnen. Dabei spielen Patente im biotechnischen Bereich wie bspw. auf Gensequenzen und bestimmte Eigenschaften von Saatgut eine besonders große Rolle. Parallel zum Recht auf geistiges Eigentum, ist das Interesse an der Einführung von ethischen Leitlinien in Unternehmen gestiegen, die die unternehmerische Verantwortung (Corporate Social Responsibility, kurz CSR) auch in der Landwirtschaft gewährleisten sollen. In diesem Rahmen beschäftigt sich diese Arbeit mit folgenden Fragen: Welche Probleme ergeben sich aus der Patentierung von Saatgut? Welche Gruppen sind hier besonders herausgefordert? Wie lässt sich die Patentierung von Saatgut mit dem Konzept der unternehmerischen Verantwortung verbinden? Welche Konsequenzen ergeben sich hieraus für Unternehmen, die im Saatgutgewerbe tätig sind? Für die Beantwortung der Fragen werden zunächst verschiedene Methoden der Saatgutgewinnung, wie samenfestes Saatgut und Hybridsaatgut, näher erklärt. Im Anschluss beschäftigt sich die Arbeit mit dem Begriff des geistigen Eigentums und einigen Formen des Schutzes von Saatgut, sowie mit den Grundaspekten von CSR, wie bspw. der Nachhaltigkeit auf sozialer, ökologischer und ökonomischer Ebene. Auf diesen vorangegangenen Informationen aufbauend und mithilfe der zehn Prinzipien des Global Compact werden verschiedene Gruppen (sog. Stakeholder) und Bereiche analysiert, die von Patenten auf Saatgut besonders betroffen sind. Diese sind bspw. der Staat, SaatguterzeugerInnen, KonsumentInnen etc. Anhand dieser Analyse wird erläutert, inwiefern diese Gruppen betroffen sind, welchen spezifischen Herausforderungen sie sich stellen müssen und welche Maßnahmen zu setzen sind, um nachhaltig zu handeln und Saatgut nicht nur als Eigentum einiger weniger, sondern als Gemein- und Kulturgut aller Menschen zu sichern.

Zusammenfassung (Englisch)

Over the past few years patents and Intellectual Property Rights have gained importance in the agricultural sector. One of the most important patent holders is the field of bioengineering with e.g. patents on genetic sequences and certain qualities of seeds. Simultaneously to Intellectual Property Rights also grew the desire for implementing ethical guidelines in companies, assuring also Corporate Social Responsibility (CSR) in the agricultural sector. In this context the present paper seeks to deal with the following questions: Which problems result from patents on seeds? Which groups are specially challenged? How can patents on seeds and CSR be combined? What are the resultant consequences for corporations that produce seeds? In answer to this questions firstly a closer look at the production of different seeds will be taken, as on conventional seeds or hybrid seeds. Secondly the idea of Intellectual Property, diverse protection systems for seeds and basic principles of CSR ? as social, ecological and economical sustainability ? are explained. On these informations and the ten principles of the Global Compact an analysis of different Stakeholders (as the state, seed supplier, consumer etc.) and other areas, that are particularly affected by patents on seeds, is based. This analysis helps to clarify how these different groups are concerned, which particular challenges they have to face and which measures can be taken to assure sustainable behavior by e.g. protecting seeds mainly as common property and cultural assets instead as the property of a handful.