Titelaufnahme

Titel
"Zähne zeigen unter Anleitung!" Der Effekt einer Psychoedukation bei ZahnbehandlungsphobikerInnen : eine fMRT Studie / Ireen Brückner
Verfasser/ VerfasserinBrückner, Ireen
Begutachter / BegutachterinSchienle Anne
Erschienen2013
Umfang124 Bl. : 2 Zsfassungen ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Zahnärztliche Behandlung / Phobie / Psychoedukation / Funktionelle Kernspintomografie / Zahnärztliche Behandlung / Phobie / Psychoedukation / Funktionelle Kernspintomografie / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-51592 Persistent Identifier (URN)
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"Zähne zeigen unter Anleitung!" Der Effekt einer Psychoedukation bei ZahnbehandlungsphobikerInnen [3.32 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende funktionelle Magnetresonanztomografie (fMRT) Studie untersuchte die bislang unerforschten Effekte einer Psychoedukation bei ZahnbehandlungsphobikerInnen auf neuronaler sowie auf subjektiver Ebene. 38 ZahnbehandlungsphobikerInnen und 41 KontrollprobandInnen im Alter von 20-56 Jahren (MW = 29.3; SD = 9.6 ) durchliefen ein aktives Bildbetrachtungsparadigma (zahnbehandlungsrelevante und neutrale Bilder waren bezüglich der Angst vor Schmerz zu beurteilen) während einer fMRT Sitzung. Die PhobikerInnen wurden jeweils randomisiert der Interventionsgruppe (IG) oder der Wartegruppe (WG) zugeteilt. Zwei Wochen später, nach erhaltener Psychoedukation (IG) oder nach einer Warteperiode (WG), wurden die fMRT Messungen wiederholt. Die Kontrollen zeigten relativ zu den PhobikerInnen eine höhere dorsolaterale präfrontale Kortex-Aktivierung. Bei den PhobikerInnen zeigte sich sowohl eine höhere Insula-Aktivierung je unangenehmer und Angst auslösender die zahnbehandlungsrelevanten Bildbetrachtungen erlebt wurden als auch je größer ihre Angst vor einer Zahnbehandlung war. Der Psychoedukationseffekt bestand in einer höheren dorsomedialen präfrontalen Kortex-, Thalamus-, Putamen-, Pallidum- und Insula-Aktivierung sowie in einer Reduktion der phobischen Angst. Daraus schließend werden die Ergebnisse als erfolgreiche neuronale und selbstberichtete psychoedukationsbasierte Veränderungen im Sinne einer Aufmerksamkeitszuwendung und Schmerzassoziations-Neugestaltung interpretiert. Weiterführende Studien sollten ihren Fokus zusätzlich auf den Vergleich zwischen Personen richten, welche von der Psychoedukation profitierten oder keinen Nutzen aus ihr ziehen konnten, um die beobachteten Psychoedukationseffekte näher zu untersuchen.

Zusammenfassung (Englisch)

The present functional magnetic resonance imaging (fMRI) study focused on the not yet probed psycho-education effects on the neurofunctional and self-reported changes. 38 dental phobics and 41 non-phobic subjects aged between 20 and 56 years (M = 29.3; SD = 9.6) were performing an active picture-viewing-paradigm (neutral and dental treatment related pictures have to be judged with regard to the fear of pain) of an initial fMRI session. Phobics were randomly assigned to either an intervention group (IG) or a waiting list group (WG). The scans were repeated two weeks after the treatment or after a one-week waiting period. Insula activation of dental phobics was positive correlated with increasing experienced unpleasantness and fear-release of the dental treatment related pictures as well with increasing dental anxiety. Relative to the phobic participants, the non-phobics displayed increased dorsolateral prefrontal cortex activation. The psycho-education effect showed an increasing activation in the dorsolateral medial cortex (DMPFC), thalamus, putamen, pallidum and in the insula as well a reduction in dental anxiety. The conclusion revealed a successful psycho-education effect in dental phobia, which is primarily accompanied by neurofunctional and self-reported changes. Results are discussed in terms of attention processing and reorganization of pain associations. Further studies should continue to investigate the observed variation of the psycho-education effects comparing persons, who benefited from the intervention or who did not.