Titelaufnahme

Titel
Is Emotion more strongly affected by Gender or Motion? : on the influence of the pianist's biological gender on the perception of gesturally expressed emotions in musical performance: An empirical case study / by Johannes Lehner
Verfasser/ VerfasserinLehner, Johannes
Begutachter / BegutachterinEckel Gerhard
Erschienen2013
UmfangVIII, 197 Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM ; Ill., graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Masterarb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheEnglisch
DokumenttypMasterarbeit
Schlagwörter (GND)Musikwahrnehmung / Körpersprache / Gefühl / Geschlechtsunterschied / Gefühl / Musikwahrnehmung / Körpersprache / Geschlechtsunterschied / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-51528 Persistent Identifier (URN)
Zugriffsbeschränkung
 Das Werk ist frei verfügbar
Dateien
Is Emotion more strongly affected by Gender or Motion? [15.13 mb]
Links
Nachweis
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Vorurteile und gesellschaftliche Normen bestimmen oftmals unsere Werturteile ? speziell in Bezug auf Geschlechterstereotypen. Die Kommunikation von Emotionen erfolgt hauptsächlich über Körpersprache. Ausgehend von diesen Hyothesen und soziologischen und musikpsychologischen Studien, beschäftigt sich diese Arbeit mit geschlechter- und gender-spezifischer Wahrnehmung von gestisch vermittelten Emotionen in musikalischen Aufführungen von PianistInnen. Ziel war die Untersuchung des Einflusses des biologischen Geschlechts der MusikerInnen auf die Wahrnehmung der Intensität von vier Emotionskategorien (Zorn, Angst, Freude, und Trauer). Dazu wurde ein Experiment mit 32 Studierenden durchgeführt. Insgesamt wurden den VersuchsteilnehmerInnen 9 verschiedene stumme Videos von PianistInnen während des Spielens vorgeführt: Bei den Videos handelte es sich um Motion Capture Aufnahmen der Oberkörper von 3 unterschiedlichen PianistInnen in jeweils 3 Ausdrucksstärken. Jedes Video wurde insgesamt 5 Mal vorgespielt und wurde je zweimal mit einem männlichen und weiblichen Namen, sowie einmal mit einem geschlechtsneutralen Namen gekennzeichnet. Der vermutete Einfluss dieser Geschlechtszuschreibung konnte nicht bestätigt werden, vielmehr haben die Ergebnisse mit hoher statistischer Signifikanz gezeigt, dass ausdrucksstarke Bewegung die Wahrnehmung von Emotionen viel stärker beeinflusst als die Geschlechtszuschreibung über Namen. Aufgrund der vorliegenden Ergebnisse kann außerdem keine klare Schlussfolgerung in Bezug auf die Sub-Thesen, dass die Bewertung von wahrgenommenen Emotionen von dem Geschlecht des/der PianistIn und/oder dem biologischen oder sozialen Geschlecht des/der ProbandIn abhängt, gezogen werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Prejudices and social norms often affect our value judgements ? especially with respect to gender stereotypes. Emotions are mainly communicated via body movement. Based on these suppositions and sociological and music-psychological studies, this thesis explores (biological and social) gender-specific perception of gesturally expressed emotions in musical performance of pianists. The aim of this work was to investigate the influence of the biological gender of musicians on the perception of intensity of four emotion categories (anger, fear, happiness, and sadness). For this purpose an experiment has been conducted with 32 students. A total of 9 different silent videos of pianists playing were presented to the participants: The videos were motion capture recordings of 3 different pianists' upper bodies playing in 3 different expression levels. All videos were played 5 times, labelled twice with a female and a male name, and once with a gender neutral name. The hypothesised impact of the labels couldn't be validated, instead, the results have shown with high statistical significance that expressive motion affects our perception of emotions much more than the labelling. Moreover, on the evidence presented, no clear conclusion can be drawn regarding the sub-theses that the rating of emotion depends on the pianists' biological gender and/or the participants' biological or social gender.