Titelaufnahme

Titel
Gigthis : eine Autopsie ausgewählter Monumente und die weitere touristische Nutzung der archäologischen Stätte / vorgelegt von Matthias Grebien
Verfasser/ VerfasserinGrebien, Matthias
Begutachter / BegutachterinRuprechtsberger Erwin M.
Erschienen2013
Umfang103, [ca. 90] Bl. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM ; zahlr. Ill.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Bou Grara / Baudenkmal / Bou Grara / Baudenkmal / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-51478 Persistent Identifier (URN)
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Gigthis [7.43 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit ausgewählten Baumonumenten der antiken Stadt Gigthis im heutigen südlichen Tunesien. Diese Bauwerke sind der Grand Temple de la Rue de la Basilique, das sogenannte Äskulapheiligtum, die Place à Portiques, das Macellum und das Merkurheiligtum. Diese Anlagen wurden anhand der älteren Forschungsliteratur unter besonderer Berücksichtung von L. A. Constans betrachtet und durch eine Autopsie, die an Ort und Stelle durchgeführt wurde, überprüft. In weiterer Folge verglich man die einzelnen Bauwerke mit anderen Gebäuden, die Ähnlichkeiten in der Funktion und im Grundriss aufweisen. Dieser Vergleich soll dem besseren Verständnis der Nutzung der Bauten sowie zur Eingrenzung der Datierung dienen. In den überarbeiteten Grundrissplänen wurden Änderungen und Ergänzungen, die auf den Erkenntnissen der Autopsie basieren, eingefügt. So entdeckte man etwa im Merkurheiligtum eine Verbindung zwischen der nordöstlichen Raumflucht und dem Innenhof. Constans sah diese Raumflucht als vom restlichen Heiligtum isoliert an und stellte aufgrund dessen die Theorie auf, dass es sich hierbei um einen Handelskontor handle. Diese Hypothese lässt sich nun widerlegen.Auch ein als Sacellum der Fortuna bezeichneter Raum an der südlichen Umfassungsmauer des Merkurheiligtums lässt sich nicht weiter als ein solches bezeichnen, da die Identifizierung über einen einzelnen Inschriftenfund erfolgte. Diese Inschrift weist aber in keiner Weise auf Fortuna hin.Der Meinung von Constans, die Mehrzahl der Gebäude sei im zweiten beziehungsweise dritten Jahrhundert nach Christus errichtet worden, wird die Theorie von N. Ferchiou gegenübergestellt. Sie datiert einige Gebäude anhand von Architekturfragmenten bereits in das erste Jahrhundert nach Christus.

Zusammenfassung (Englisch)

Matthias Grebien: Gigthis, an Autopsy of some selected Monuments and a touristic Draft for the further public Utilisation of the archaeological PremisesAbstractThe objective of this paper is to take a close look at selected monuments of Gigthis in today's Southern Tunisia. We focused on the Grand Temple de la Rue de la Basilique, the so-called Aesculapius Sanctuary, the Place à Portiques, the market, and the Sanctuary of Mercury. Firstly, the monuments are analysed by means of older researchers, especially by L. A. Constans. Secondly, the results of an autopsy, made on the premises, will be presented. Thirdly, a comparison with other buildings of similar function and ground plans is drawn. This approach is taken in order to understand the utilisation of each monument and its context.In addition to this, the ground plans have been revised ? some alterations and additions have been made. For instance, in the Sanctuary of Mercury, we discoverd a connection between the courtyard and the northeastern rooms. L. A. Constans suggested that these rooms were isolated from the rest of the sanctuary and thought them to be a trading facility. After closer observation, that theory can now be dismissed. Based on a sole inscription, Constans identifies one compartment in the southern part of the Sanctuary of Mercury as a chapel of Fortuna, although no indication allows such a theory.Constans states that most of the monuments have been built in either second or the third century A.D. N. Ferchiou, however, made an effort to date some of the buildings to the first century A.D., basing her arguments on architectural fragments. Additionally, a concept for the city?s potential for public utilisation was drafted. Inter alia new media and communication technologies were also included. This draft is simply hypothetical, thus the financial component is not taken into consideration.