Titelaufnahme

Titel
Was bleibt vom „Ständestaat“? : eine Untersuchung unter österreichischen Schülerinnen und Schülern der 4. und 7. Schulstufe zum Thema „Ständestaat“ und seinen Einflüssen auf die heutige Zeit / Steffen Böhm
Verfasser/ VerfasserinBöhm, Steffen
Begutachter / BegutachterinBinder Dieter-Anton
Erschienen2013
Umfang122, [ca. 20] Bl. Anh. : 2 Zsfassungen + 1 CD-ROM ; graph. Darst.
HochschulschriftGraz, Univ., Dipl.-Arb., 2013
Anmerkung
Zsfassung in dt. und engl. Sprache
SpracheDeutsch
DokumenttypDiplomarbeit
Schlagwörter (GND)Österreich / Geschichtsunterricht / Austrofaschismus / Österreich / Geschichtsunterricht / Austrofaschismus / Online-Publikation
URNurn:nbn:at:at-ubg:1-51226 Persistent Identifier (URN)
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Was bleibt vom „Ständestaat“? [1.99 mb]
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Zusammenfassung (Deutsch)

In Österreich gibt es heute gesellschaftliche Realitäten, die unter anderem mit den Erfahrungen der Zeit von 1934-1938, bzw. den Ereignissen, die zum ?Ständestaat? führten, erklärbar sind. Gelingt es den Lehrern im Unterrichtsfach Geschichte und Sozialkunde / Politische Bildung, die bis heute spürbaren Auswirkungen dieses österreichischen Sonderweges, den Schülern nachhaltig bewusst zu machen? Wie umfangreich ist das Faktenwissen der jungen Menschen, die demnächst an Wahlen teilnehmen dürfen, über diesen Teil der österreichischen Geschichte? Welche Ansichten haben Schüler zu Fragen, die noch heute eine gesellschaftliche Relevanz besitzen? Woher beziehen diese Schüler ihr Wissen? Gibt es Zusammenhänge zwischen diesem Wissen und den Unterricht bestimmenden Faktoren?Um diesen Fragen nachzugehen, habe ich Fragebögen konzipiert, die von 276 Schülern der 4. und 7. Klassen verschiedener Schulformen und von 15 Geschichte-Lehrern online ausgefüllt wurden. Die Anzahl der Quellen, aus den sich die Schüler informieren korreliert positiv mit dem Wissensstand der Schüler in der Oberstufe. Die Anzahl der aufgewandten Schulstunden und die Zahl der vom Lehrer eingesetzten Quellen korrelieren positiv mit dem Wissensstand der Schüler in der Unterstufe. Die untersuchten Schulbücher erfüllen alle die im Lehrplan geforderten Punkte. Trotz ihrer Unterschiedlichkeit konnten keine Auswirkungen auf den Wissensstand der Schüler gemessen werden.Das Meinungsspektrum der Schüler ist sehr breit gefächert. Es ist nicht erkennbar, dass der Unterricht Auswirkungen auf diese Meinungsvielfalt hat. Die Schüler weisen erhebliche Schwächen in den Grundfragen der Demokratie und die politische Realität in Österreich betreffend auf.

Zusammenfassung (Englisch)

In Austria today there are social realities, which amongst other reasons can be explained by experiences dating from the time of 1934-1938 and the events that led to the "Ständestaat". Do teachers specialized in teaching history and social studies / civic education succeed in making students aware of the effects coming from this Austrian special way in a sustainable fashion? How extensive is the factual knowledge of young people, who soon may participate in upcoming elections, about this part of Austrian history? What are students? views on issues that still have a social relevance? Where do these students get their knowledge from? Is there a connection between this particular knowledge and the teaching determinants?To address these issues, I have designed questionnaires that were completed online by 276 students from the 4th and 7th form from different types of schools and 15 history teachers.The number of sources of information from which the student retrieve their information is positively correlated with the level of knowledge of students in the higher grades. The number of school hours spent and the number of sources used by the teacher positively correlate with the level of knowledge of students in the lower grades.The analyzed textbooks meet all the points required in the curriculum. Despite their differences, no effect on the level of knowledge of the students could be measured.The spectrum of opinion of the students is very broad. It cannot be clearly stated that teaching has an impact on this diversity of opinion. Students have considerable weaknesses in the basic issues of democracy and the political reality in Austria.